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Fest im Leihrad-Sattel

In Böblingen werden im nächsten Jahr sechs zusätzliche Fahrrad- und Pedelec-Stationen geschaffen

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    Bekommt Zuwachs: die RegioRad-Station am Böblinger Bahnhof Foto: Bischof

Artikel vom 25. November 2018 - 20:18

Von Michael Stürm

BÖBLINGEN. Die Stadt möchte für Gelegenheitsradler und radelnde Besucher attraktiver werden. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dass im kommenden Jahr sechs weitere Fahrrad-Leihstationen im Stadtgebiet eingerichtet werden. Dort stehen dann für die Nutzer jeweils drei Pedelecs und zwei Fahrräder zur Verfügung. Geplant sind Stationen in Dagersheim, auf der Diezenhalde, am Postplatz, auf dem Tannenberg und der Waldburg sowie am Rauhen Kapf.

Mit der im Mai eröffneten Station am Bahnhof und der ab März 2019 zur Verfügung stehenden Einrichtung an der S-Bahn-Haltestelle Hulb verfügt die Stadt dann über acht Punkte, an denen Räder für den Kurz-Trip durch die Stadt ausgeliehen werden können.

Betrieben werden die Stationen von der Bahn-Tochter DB-Connect. Böblingen ist eine von rund 20 Kommunen in der Region in Stuttgart, die sich diesem Verleihsystem angeschlossen hat. Neben einmaligen 22 000 Euro für den Bau kosten Betrieb, Wartung und Verteilung der Räder 57 000 Euro pro Jahr. In den ersten beiden Jahren wird es dank Landeszuschüssen rund 16 000 Euro günstiger.

Die Gemeinderäte waren sich einig, dass der öffentliche Räder-Verleih nur attraktiv ist, wenn ein Netz von Stationen in der Stadt existiert, wo die Räder wieder zurückgegeben oder entliehen werden können. In Dagersheim, auf der Diezenhalde und auf dem Tannenberg werden voll ausgestattete "Standard-Stationen" gebaut, an denen neben dem Abgeben und Ausleihen auch das Aufladen der Räder möglich ist.

Die restlichen Verleihplätze sind so genannte "virtuelle Stationen", die über keine Ladesäule verfügen und nur mit einer Funkbox zur Übertragung des Leihvorgangs ausgestattet sind. Da dort weder ein Terminal noch Abstellplätze installiert werden müssen, sind an diesen Standorten auch keine Tiefbauarbeiten notwendig.

Dies hat den Vorteil, dass diese Stationen rasch wieder abgebaut sind, wenn sie keine Nachfrage finden und an einer anderen Stelle eingerichtet werden können.

Die Stationen werden zunächst bis zum Jahr 2026 betrieben, Ende 2022 kann die Stadt den Vertrag vorzeitig kündigen.

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