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Miss Bambi Johanna Boch aus Deckenpfronn: Einmal über den roten Teppich schweben

Johanna Boch aus Deckenpfronn durfte sich als Miss Bambi 2018 rund um die Verleihung des Medienpreises wie ein Star fühlen

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    Im Interview mit Moderator Jochen Schropp - souverän meisterte Johanna Boch als Miss Bambi das Schaulaufen auf dem roten Teppich Fotos: red

Einmal im Fernsehen sein, dieser Traum ist für Johanna Boch in Erfüllung gegangen. Die 21-Jährige aus Deckenpfronn wurde zur Miss Bambi 2018 gekürt und durfte bei der Live-Übertragung der Preisverleihung vor Millionen von Zuschauern die begehrte Trophäe Sänger Mark Forster überreichen.

Artikel vom 25. November 2018 - 16:54

Von Florian Ladenburger

DECKENPFRONN/BERLIN. "Ohhhh ein Fettnäpfchen! - Wartet, ich nehme Anlauf!" So beginnt die Bewerbung, die Johanna Boch für die Wahl zur Miss Bambi 2018 eingereicht hat und sie endet mit: "Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal über den roten Teppich zu gehen?" Die Jury war von ihrer Natürlichkeit überzeugt - dazu zählte auch ihr Bewerbungsfoto ganz ohne Make-Up - und kürte sie zur Gewinnerin.

Eigentlich war ihre Aufgabe recht einfach: ein goldenes Rehkitz einem Prominenten in die Hand drücken. Das dauerte dann auch nicht länger als grob geschätzte 20 Sekunden. Doch die Vorbereitungen für diese wenigen Augenblicke waren immens.

Schon am Vortag zur Verleihung reiste sie an, untergebracht in einem Fünf-Sterne-Hotel in Berlin. Für ihren großen Auftritt bekam sie drei Kleider zur Auswahl. Ein rotes fand sie ganz schön, aber das sortierte die Regisseurin gleich aus: "Das hatte die gleiche Farbe wie die Bestuhlung im Saal", erzählt Johanna Schoch. So fiel die Wahl auf ein dunkelblaues paillettenbesetztes Top und einen bodenlangen blauen Rock.

Sophia Loren und Penélope Cruz saßen nur wenige Meter entfernt

Dann ab zur Kameraprobe in das Theater am Potsdamer Platz. Hier wurde ihr erklärt, wo sie wann was machen muss. Aber nicht mit der U-Bahn oder dem Taxi, nein, die Miss Bambi bekommt natürlich ein eigenes Auto - mit Chauffeur. Und der brachte ihr vor allem eines bei: "Ich durfte die Tür nicht selber aufmachen." So musste die Miss Bambi nach Stillstand des Wagens immer erst warten, bis der S-Klasse-Chauffeur ums Auto gelaufen kam (Mercedes-Benz-Fahrservice). Das Leben als Promi ist hart.

Bei der Kameraprobe blieb ihr zum ersten Mal kurz das Herz stehen. "Als ich auf der Bühne stand, dachte ich kurz: ,Hui, da sitzen schon ein paar Hochkaräter.'" Noch waren es nur Pappaufsteller mit Namen wie Sophia Loren und Penélope Cruz, aber bei der Verleihung saßen die echten Stars da. Wenige Meter von Johanna Boch entfernt.

Am Tag der Verleihung stand um 9 Uhr morgens ein Kamera-Team vom Privatfernsehen vor der Tür. Das wich ihr die nächsten 16 Stunden nicht mehr von der Seite. Zu einem Kleid gehört natürlich auch Schmuck. Den bekam sie passend zum Kleid gestellt. Anschließend wurde sie ein erstes Mal gestylt und verwandelte sich damit von der Mode-Design-Studentin zur Miss Bambi 2018.

Mit dem Auto ging es dann zur Generalprobe. Dabei wurde die ganze Show im Zeitraffer durchgespielt. Hier lernte Johanna Boch ihren ersten Promi kennen: Mark Forster, dem sie bei der Show den Preis in der Kategorie "Musik national" überreichen sollte. Zeit für lange Gespräche war aber nicht. Einmal kurz nachstylen und dann wurde sie rauf auf den roten Teppich geführt.

Der Chauffeur kutschierte sie mit dem Auto einmal ums Haus herum

Eigentlich war sie ja schon am Veranstaltungsort, hätte also auch die wenigen Meter zu Fuß laufen können, aber das geht natürlich nicht. So kutschierte sie ihr Chauffeur mit dem Auto einmal ums Haus herum, damit sie auch öffentlichkeitswirksam vor dem Meer der Fotografen aussteigen konnte. "Kurz vor dem Aussteigen war ich sehr nervös", erinnert sie sich. "Es war echt krass. Man steht da auf dem Teppich und wird von 30 Leuten angeschrien: 'Tu dies, schau über die Schulter, schau hierher'. Mir wurde vorher gesagt, ich soll das einfach ignorieren, aber das fällt unfassbar schwer."

Ihre Mutter und ihr Freund standen bei den Presseleuten und riefen begeistert: "Da kommt sie!" und die Presseleute fragten zurück: "Wer denn?" - "Na, Miss Bambi!", erklärte der familiäre Fankreis. Und schon blitzten die Kameras. Umgeben von Fotografen, Kameras, Prominenten - das Gefühl: "Unbeschreiblich."

Die Show verfolgte sie von einem Nebenraum. Eine Stunde vor ihrem Auftritt, wurde sie zum dritten Mal an diesem Abend gestylt. Und plötzlich stand sie hinterm Vorhang. "Ich war in den Sekunden davor ganz hibbelig. Meine Hände waren schwitzig und ich hatte Angst, dass mir der Preis aus den Händen rutscht", schildert die 21-Jährige den kleinen Moment vor dem großen Moment. "Auf der Bühne selbst war es nicht so schlimm. Ich habe an nichts gedacht." Reinlaufen, Bambi abgeben, nach der Dankesrede Bambi auf einen Sockel stellen und Mark Forster ein Mikrofon geben, damit der singen kann, und dann wieder raus.

Miss Bambi ist überglücklich und nicht nur sie: "Mein Freund ist geplatzt vor Stolz." Auch Mama konnte ihr Glück kaum fassen, ebenso ihre drei älteren Brüder. "Nur mein Opa hat sich beschwert, dass ich nur so kurz und so spät zu sehen war." Bis nach 23 Uhr mussten die Fans ausharren.

Mit Max Giesinger plauderte sie eine halbe Stunde über Karlsruhe

Dann das letzte Highlight: die After-Show-Party. Bis kurz vor vier trieb sich Johanna Boch dabei herum. "Da lässt es sich gut aushalten. Es gibt Essen und Trinken und gute Musik." Und viele Prominente. Mit Mark Forster redete sie kurz, auch mit Luke Mockridge, Nazan Eckes und Yvonne Catterfeld. Mit Max Giesinger plauderte sie fast eine halbe Stunde über Karlsruhe, da kommt ihr Freund her und Giesinger gab einst ein Konzert dort. Mitten in der Nacht fuhr ihr Chauffeur sie dann ins Hotel. "Da habe ich erstmal kräftig durchgeschlafen."

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