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Erdhebungen: Stadt Böblingen verzichtet auf Geld

Keine Schadensersatzforderungen - Ziel: Möglichst viel Entschädigung für die betroffenen Bürger

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    Die Entschädigung der betroffenen Bürger soll Vorrang haben / Foto: Archiv

Artikel vom 22. November 2018 - 18:18

BÖBLINGEN (red). Bekanntermaßen haben unsachgemäß ausgeführte Geothermiebohrungen zu Erdhebungen im Stadtgebiet geführt, die erhebliche Schäden verursacht haben. In den zwei Gebieten (Nord und Süd) sind private Gebäude betroffen, aber auch die Infrastruktur der Stadt, also zum Beispiel Leitungsrohre.

Nach der Sanierung der Bohrungen im Hebungsgebiet Nord sind inzwischen die Erdhebungen dort auf das normale Niveau zurückgegangen. Jetzt können die Schäden genau beziffert werden, die Versicherung kann hier die Schadensregulierung angehen. Insgesamt belaufen sich die Schäden der städtischen Eigenbetriebe Stadtentwässerung und Stadtwerke im nördlichen Gebiet auf fast eine halbe Million Euro, wobei die Stadtverwaltung damit rechnet, etwa 350 000 Euro von der Versicherung bekommen zu können

Die privaten Schäden werden auf 6,7 Millionen Euro geschätzt. Die vom Versicherer zugesagte Deckungssumme beträgt fünf Millionen Euro. Darüber hinaus steht eventuell noch ein weiterer Betrag von einer Million zur Verfügung.

Damit die Summe, die für die privaten Schäden zur Verfügung steht, nicht belastet wird, haben Landkreis und Stadt vereinbart, mit ihren Forderungen zurückzutreten. Der Landkreis hat diesen Schritt bereits vollzogen, jetzt ist Böblingen gefolgt. Der Gemeinderat hat diesen sogenannten "Rangrücktritt" am Mittwoch beschlossen.

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