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Zugeparkter Radweg: Mehr Kontrollen und Knöllchen?

Scharfe Kritik der Stadträte an Situation in unterer Poststraße

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    Foto: Archiv

Artikel vom 15. November 2018 - 17:06

BÖBLINGEN (mis). Der zugeparkte Geh- und Radweg in der unteren Poststraße hat jetzt den Technischen Ausschuss beschäftigt.

Wie berichtet parken die Autofahrer den Weg vor allem am Wochenende komplett zu, seit die Radweg-Piktogramme von der Stadtverwaltung entfernt worden sind. Bauamtsleiter Frank Bader begründete diesen Schritt mit rechtlichen Problemen, da diese Trasse zu schmal für einen Radweg ist.

Dass seither die Autofahrer dieses mittlerweile als Geh- und Radweg ausgewiesene Areal für sich beanspruchen, sorgte für Empörung. "Hanebüchen" sei das Verhalten der Pkw-Fahrer schimpfte Freie-Wähler-Rat Ralf Sklarski. "Reglementieren durch Abstrafen", lautete seine Forderung nach mehr Kontrollen und Knöllchen. SPD-Kollege Wolfgang Hensel war ähnlicher Meinung: Wenn jeder Radler die Falschparker zur Anzeige bringe, sei das Problem bald gelöst, meinte er. Auch Oberbürgermeister Stefan Belz empfand es als "unerträglich", was da in der Stadt passiere und beklagte das mangelnde Unrechtsbewusstsein mancher Autofahrer. Belz kündigte eine Verstärkung des Ordnungsamtes an und kündigte mehr Kontrollen an. Friedrich Ruoff (CDU) sah die Lösung eher in Sperren, die das Parken verhindern.

Solche zwölf Zentimeter hohen Barrieren sollen auf dem Weg angebracht werden, falls die dort mittlerweile aufgemalten Fußgänger-Piktogramme und die zusätzlichen Halteverbots-Schilder nichts bringen.

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