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Böblinger Schulen sollen WLAN erhalten

Stadt möchte 470 000 Euro investieren

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    Symbolbild: Archiv

Artikel vom 15. November 2018 - 15:42

BÖBLINGEN (mis). Die Böblinger Schulen sollen mit drahtlosem Internet ausgestattet werden. Dies empfahl der Technische Ausschuss dem Gemeinderat am Mittwoch einstimmig. Die flächenmäßige Versorgung aller 16 Schulstandorte mit WLAN wird rund 470 000 Euro kosten und soll bis 2021 umgesetzt sein.

Seit Tablets und Smartphones auch im Unterricht immer stärker Einzug halten, wird der Wunsch der Schulen nach einem mobilen Internetzugang in sämtlichen Klassen und Unterrichtsräumen lauter. Diesem Bedürfnis möchte die Verwaltung nun entsprechen.

Trotz der hohen Investitionssumme zeigten sich die Ausschussmitglieder von dem Konzept überzeugt. Bedenken, dass damit auch pornografische oder politisch bedenkliche Inhalte per Schulnetz auf die Geräte der Schüler gelangen könnten, teilte die Verwaltung nicht. Den Schulen werde zwar ein freier Internetzugang zur Verfügung gestellt, aber jede Einrichtung könne selbst entscheiden, welche Seiten gesperrt werden, erklärte Erster Bürgermeister Tobias Heizmann. Auch die Frage, ob die Schüler auf dem Schulgelände dann frei im Internet surfen können oder ob es passwortgeschützte Bereiche geben wrid, bleibe den Schulen überlassen.

Auch der Jugendgemeinderat hatte sich mit einem Antrag für das Schul-WLAN stark gemacht. Ein Mitglied des Nachwuchsgremiums betonte, dass es nicht darum gehe, auf dem Schulgelände eine Flatrate für die Schüler zu schaffen. "Im Unterricht verlangen die Lehrer immer häufiger, dass wir auf dem Smartphone im Internet etwas nachschauen sollen", sagte er. Viele der Schüler hätten hierfür nicht genügend eigenes Datenvolumen.

Der Gemeinderat hat am kommenden Mittwoch das letzte Wort. Dann soll er - so der Wunsch des Ausschusses - auch entscheiden, ob die Musik- und Kunstschule mit WLAN versorgt wird.

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