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Aufregung um Asbest-Arbeiten in der AEG-Aula

Dachsanierung im großen Saal des Albert-Einstein-Gymnasiums in Böblingen: Eltern fühlen sich schlecht informiert

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    Seit Sommer wird die AEG-Aula saniert - so sah es im September vor Ort aus Foto: jps

Artikel vom 12. November 2018 - 18:06

Von Robert Krülle

BÖBLINGEN. Barbara Richter war am Montagmorgen richtig sauer. "Ich habe heute früh über zwei Ecken erfahren, dass an der Schule Asbest-Arbeiten laufen", ärgerte sich die Böblingerin, deren 17-jährige Tochter das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) in Böblingen besucht, "dass man sich da Sorgen macht, ist doch klar. Warum werden die Eltern nicht richtig informiert?" Da zudem die Information im Umlauf war, dass Schüler bei Bedenken vom Unterricht freigestellt seien, ließ Barbara Richter ihre Tochter zu Hause - und die AEG-Mutter war da nicht die einzige. Doch bei jener Information handelte es sich um eine "Ente", wie sich am Mittag herausstellen sollte. Womöglich gestreut von cleveren ABC-Schützen.

Stadtverwaltung und Schulleitung versuchten dagegen, die Gemüter zu beruhigen. "Schüler und Lehrer können unbesorgt am Lehrbetrieb teilnehmen", hieß es von Seiten des städtischen Gebäudemanagements, "die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für die Baumaßnahme wurden alle getroffen." Und auch Schulleiterin Grit Steiner betonte: "Uns wurde seitens der verantwortlichen Fachleute mitgeteilt, dass der Unterricht regulär stattfinden kann."

Seit Sommer erfährt die AEG-Aula eine umfassende Sanierung. Am vergangenen Wochenende wurde die Dacheindeckung entfernt. Sie besteht aus Asbestplatten - was im verbauten Zustand unproblematisch ist, beim Herausnehmen allerdings Gesundheitsrisiken birgt. Doch die Arbeiter wurden nicht fertig und hängten den Montag dran. Eine entsprechende Informationen ging erst am Morgen an die Lehrer und an die Elternvertreter - zu spät, um wirklich alle rechtzeitig zu erreichen.

Bei Asbest schrillen in vielen Köpfen die Alarmglocken - das ist bekannt. Und wenn die Arbeiter (vorschriftsgemäß) Vollkörper-Schutzanzüge tragen, löst das verständlicherweise etwas Unbehagen aus. Positiv bei aller Aufregung: Die Arbeiten sind heute abgeschlossen, und manche Schüler konnten einen freien Tag ans Wochenende anhängen.

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