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Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz bei der IHK-Bezirkskammer

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    Interessantes Thema vor 120 Zuhörern: Martina Koederitz war bei der Industrie- und Handelskammer in Böblingen zu Gast Foto: red

Den Herbstvortrag der IHK-Bezirkskammer Böblingen verfolgten 120 Gäste. Geboten waren ein spannendes Thema und eine interessante Referentin. Der Titel lautete "Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Alltag und Unternehmen", vorgestellt von der IBM-Managerin Martina Koederitz.

Artikel vom 07. November 2018 - 14:12

BÖBLINGEN (red). Die geborene Sindelfingerin ist in ihrer Funktion als "Global Industry Managing Director" weltweit für die Firmenkunden des Industriesektors verantwortlich und war zuvor Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland.

IHK-Bezirkskammerpräsident Andreas Hadler ging in seiner Begrüßungsrede auf die besonderen Herausforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Digitalisierung ein: "Insbesondere diese Firmen gilt es beim Thema Künstliche Intelligenz mitzunehmen und zu begleiten", betonte Hader, "vor allem die Versorgung mit schnellem Internet ist die Grundvoraussetzung, damit die Digitalisierung flächendeckend gelingen kann."

Martina Koederitz, die von 2009 bis 2013 Mitglied der Vollversammlung der IHK Region Stuttgart sowie Mitglied der Bezirksversammlung der Böblinger IHK war, beleuchtete in ihrer Rede diverse Aspekte: zunächst die allgegenwärtige Vernetzung und das Sammeln von Daten. Beides sei notwendig, um künstliche Intelligenz einzusetzen. Selbst lernende Maschinen seien immer abhängig von den zur Verfügung gestellten Daten und könnten auch nur in diesem Rahmen agieren.

Martina Koederitz betonte, dass Datensicherheit und die Hoheit über die eigenen Daten immer ethisch und juristisch abgewägt werden müssten. Jedoch bräuchte es in Deutschland vor allem mehr Mut und Entschlossenheit, neue Ideen und Projekte auch bereits umzusetzen, bevor diese ganz ausgereift seien.

Sowohl in Martina Koederitz' Rede als auch in der anschließenden Fragerunde, die von IHK-Präsident Hadler und Vizepräsidentin Christina Almert moderiert wurde, spielte das Thema Bildung eine zentrale Rolle. Programmierer und Datenanalysten gehörten schon heute zu den meist gesuchten Fachkräften, so Koederitz. Deshalb sei die Qualifizierung und das frühzeitige Nutzen digitaler Anwendungen von größter Bedeutung. Speziell Frauen und Mädchen müssten noch besser gefördert und für technische Berufe geworben werden, sagt die IBM-Managerin.

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