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Herrenberger Straße wohl noch bis Weihnachten zu

Ausbau der wichtigen Ausfallstraße Richtung Ehningen kostet rund 350 000 Euro mehr als geplant

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    Fass ohne Boden: Der Kanal in der Herrenberger Straße kann nicht saniert werden. Der Austausch wir teuer Foto: Thomas Bischof

Es war abzusehen, dass die Rechnung noch höher wird - dennoch steigerte dieser Antrag nicht gerade die Stimmung im Technikausschuss des Gemeinderats. Für den Umbau der Herrenberger Straße in Richtung Ehningen kommen noch einmal etwa 350 000 Euro mehr oben drauf als ursprünglich geplant.

Artikel vom 26. Oktober 2018 - 17:21

Von Robert Krülle

BÖBLINGEN. Zähneknirschend stimmten die Stadträte diese Woche den Mehrkosten zu. Allerdings sollen die Stadtwerke noch in die finanzielle Pflicht genommen werden, denn ein Großteil der Mehrkosten kommen durch den Ausbau der Fernwärme zustande, der kurzfristig eingeschoben wurde.

Wie seinerzeit berichtet, hatten die Stadtwerke im Januar mit dem Technologiepark H 130 in den ehemaligen HP-Gebäuden einen neuen Großkunden gewonnen. Hierfür musste das Fernwärmenetz, das bislang mit der Wohnbebauung in der Kremser Straße endete, bis in die Hewlett-Packard-Straße verlängert werden. "Dadurch haben sich Bauablauf und Bauzeit deutlich erweitert", erläuterte Tiefbauamtsleiter Frank Bader im Ausschuss am vergangenen Mittwoch.

Zudem machte den Böblinger Straßenbauern der Entwässerungskanal an der Herrenberger Straße erneut einen dicken Strich durch die Kalkulation. "Der Zustand war viel schlechter als angenommen", sagte Bader, "eine Sanierung war nicht mehr möglich, wir mussten eine andere Lösung finden." Dieser Kanal hatte den Planern bereits auf der anderen Seite - also zwischen Schönbuchbahn und Innenstadt - deutliche Mehrkosten beschert.

Sowieso kostet das riesige Projekt, bei dem die Herrenberger Straße unter der Schönbuchbahn hindurch geführt wird, die Verantwortlichen einige Nerven. Da die Zuständigkeiten zwischen Landkreis, Zweckverband Schönbuchbahn und Stadt aufgeteilt sind, haben die Planer einen hohen Aufwand beim Koordinieren. "Aufgrund dieser Gemengelage kann auch erst ganz am Schluss eine genaue Darstellung der Kostenaufteilung erfolgen", erläuterte Bader. Das habe man bei den zusätzlichen Maßnahmen noch nicht im Detail abgestimmt - "denn wir wollen vor allem schnellstmöglich fertig werden".

Unsicher bleibt, ob das Großprojekt tatsächlich vor Weihnachten abgeschlossen ist. "Wir hoffen es", so Bader.

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