Vortrag zur Flugfeld-Geschichte am Goldberg

Artikel vom 06. Oktober 2018 - 08:00

BÖBLINGEN/SINDELFINGEN (red). Das Flugfeld hat eine interessante Geschichte aufzuweisen. Die drei Böblinger Hobbyhistoriker Wilfried Kapp, Reinhard Knoblich und Hans-Jürgen Sostmann haben sich in den vergangenen zehn Jahren der Aufarbeitung dieser Geschichte verschrieben, bis heute viele Details ans Licht gebracht und bei dieser Arbeit auch Dokumente, Fotos, Filme und Exponate für das Böblinger Stadtarchiv retten können.

Auf Einladung der Seniorenakademie halten sie am Montag, 8. Oktober, um 18 Uhr einen Bild-Vortrag zur Geschichte des Flugfeldes im Gemeindezentrum St. Maria, Goldbergstraße 24, in Sindelfingen. Der Eintritt ist frei. Die Vorträge sollen dazu beitragen, dass die Besucher und Bewohner des Flugfeldes bewusster über dieses geschichtsträchtige Gelände gehen.

Die Fliegergeschichte beginnt 1915 mit der Einrichtung des ersten württembergischen Militärflughafens und der gleichzeitigen Ansiedlung der Daimler-Motoren-Gesellschaft auf Sindelfinger Seite. Weiter ging es ab 1925 mit der Eröffnung des württembergischen Landesflughafens, an dessen Rand sich die Sindelfinger Firma Leichtflugzeugbau Klemm ab 1928 angesiedelt hat.

US-Army gibt Gelände 1992 zurück

Ab 1938 wurde der Landesflughafen nach Echterdingen verlegt, doch mit dem Einzug des Jagdgeschwaders 52 im Jahre 1939 wurde Böblingen wieder Luftwaffengarnison. Im April 1945 übernahm zuerst die französische Armee und ab Juli die US-Armee das Gelände. Letztere richtete hier das größte Reparaturwerk für Militärfahrzeuge für Europa ein, das bis 1975 bestanden hatte.

Nachdem die US-Army das Gelände dann 1992 endgültig wieder an die Bundesvermögensverwaltung zurückgegeben hatte und die Städte Böblingen und Sindelfingen das Gelände erwerben konnten, begann der Umbau zu einem neuen Wohn- und Gewerbegebiet unter dem Namen "Flugfeld".

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