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Luftmessung in Böblingen: Standort wird kritisiert

Technischer Ausschuss vertagt eine Entscheidung über das weitere Vorgehen

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    Ist das ein guter Platz? Die Messstation in der Poststraße / Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 26. September 2018 - 18:48

BÖBLINGEN (krü). Seit Jahresbeginn misst die Stadt Böblingen an drei Stellen den Stickstoffdioxid-Gehalt in der Luft. Während die Schadstoffwerte in der Stadtgrabenstraße und in der Karlstraße als unproblematisch gelten, sind sie in der oberen Poststraße bislang zu hoch. Sollte das bis Ende 2018 so bleiben, wovon auszugehen ist, müsste die Stadt einen Luftreinhalteplan aufstellen. (die KRZ berichtete)

Mit diesem Thema hat sich am Mittwoch der Technische Ausschuss des Böblinger Gemeinderats intensiv beschäftigt. Und es wurden Zweifel laut, ob der Messstandort in der Poststraße repräsentativ ist. Denn schließlich solle es ja um den ganzen Schlossberg gehen. "An dieser Stelle ist Stop-and-go-Verkehr und es geht bergauf - das erzeugt natürlich eine höhere Belastung", sagte Thorsten Breitfeld (CDU), der den zu hohen Wert an sich nicht in Frage stellte, "aber es geht vielleicht zu weit, deswegen gleich einen Luftreinhalteplan für das ganze Viertel aufzustellen." Helmut Kurtz (FDP) stieß ins gleiche Horn: "Wir müssen Maßnahmen ergreifen, die verhältnismäßig sind", sagte er. Beide schlugen weitere Messungen an Orten in der Nähe vor, um ein umfassenderes Bild zu bekommen. Nachdem sich auch Ralf Sklarski (Freie Wähler) kritisch geäußert hatte, lenkte die Stadtverwaltung ein.

Eigentlich hätte der Ausschuss unter anderem beschließen sollen, dass die Messung an der oberen Poststraße 2019 fortgeführt wird. "Ich schlage vor, dass wir diesen Punkt auf die nächste Sitzung des Technischen Ausschusses vertagen", sagte Baubürgermeisterin Christine Krayyvanger. Dann wolle man Vertreter der DEKRA einladen, die die Messung durchführt, und offene Fragen klären - auch ob ein anderer Standort Sinn machen würde.

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