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Zehnte Kinderolympiade mit 320 jungen Böblingern

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Artikel vom 21. September 2018 - 11:30

BÖBLINGEN. Dosenwerfen, Sackhüpfen und Minigolf - wohin man sich dreht, überall sind Kinder. Sie springen zwischen den einzelnen Stationen hin und her, jubeln ihren Freuden und bekommen große Augen, bei all den Aktivitäten, die sie erwarten.

Die Kinderolympiade wird alle zwei Jahre anlässlich des Weltkindertags vom Stadtteilarbeitskreise Kernstadt organisiert. Dieses Jahr sind 22 weitere Institutionen, Vereine und Schulen beteiligt. Das diesjährige Motto des Weltkindertages lautet "Kinder brauchen Freiräume".

"Hier haben die Kinder Platz zum Spielen. Viel zu oft bleiben die Kinder vor den elektrischen Geräten zu Hause sitzen. Hier sind sie frei, an der frischen Luft und können neues Ausprobieren", so Martin Wissert von der Stiftung Jugendhilfe aktiv.

An 19 Stationen toben die 5- bis 13-Jährigen und bekommen dann einen Stempel auf ihren Spielpass. Haben sie acht Tintenzeichen gesammelt, überreichen die Veranstalter ihnen am Ende eine Medaille. Sie haben die Olympiade dann erfolgreich absolviert. "Die Medaillen sind das Wichtigste an allem", findet der 9-Jährige Matea. Die meisten Kinder haben aber einfach Spaß am Spielen und eine lange Liste, was sie noch alles machen wollen, oder schon gemacht haben: "Ich freue mich schon sehr auf die Hüpfburg, da geh ich jetzt gleich hin. Aber ich hab' auch schon Seifenblasen gemacht, Buttons gestochen und Dosen geworfen", freut sich die 7-Jährige Amira.

Immer mehr Kinder versammeln sich auf dem Marktplatz. "Es ist so schön, ihn so belebt zu sehen. Leider ist hier sonst nicht so viel los - ein ungenutztes Potenzial", sagt Dorit Hornstein vom AK Kernstadt. An diesem Tag schallen jedoch lautes, ausgelassenes Lachen und Kinderstimmen über den Platz. Es riecht nach frisch zubereiteten Waffeln. Ein Highlight für die Kinder. "Am meisten habe ich mich echt auf die gefreut", lächelt die 6-jährige Ella. Um den Mund klebt noch etwas Puderzucker.

Mama kocht extra Lasagne

Den meisten Eltern ist die Bewegung wichtig. "Das steht an erster Stelle. Die Kinder haben hier Erfolgserlebnisse. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein", erklärt Alina Krafft, eine 36-jährige Mutter. Bewegen können sich die Kinder an vielen Stationen, zum Beispiel auf der aufblasbaren Hüpfburg, beim Sackhüpfen oder beim Tischtennis spielen. Latifa Atriki ist mit ihrer Tochter auch wegen der Bewegung hier, aber es ist ihr ebenfalls wichtig, das diese weiß, dass Weltkindertag ist. "Deswegen gab es heute auch Lasagne", freut sich die 7-Jährige. Wann der Weltkindertag ist weiß nicht jeder. Den Veranstaltern ist deshalb wichtig, darauf und auf die damit verknüpften Kinderrechte aufmerksam zu machen. "Die Erwachsenen sind oft mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Kinder werden außen vor gelassen. Deswegen gibt es diesen Tag. Wenn die Eltern hierherkommen, stehen die Kinder im Mittelpunkt", erklärt Martin Wissert. Das Thema liegt auch den Eltern am Herzen. "Ich finde es schön, dass man daran erinnert wird. Das zeigt, wie wichtig Kinder sind", meint Jasmina Hostert.

Was aber Kinder, Eltern, Veranstalter und Helfer an diesem Tag verbindet, ist der Wunsch, dass die Kinderolympiade ein Event ist, an dem alle einen spaßigen Tag miteinander verbringen.

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