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Endspurt

Kommentar

Artikel vom 19. September 2018 - 08:06

Von Jan-Philipp Schlecht

Endlich. Nach zähen Verfahrensschritten liegt der Beschluss vor, die A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen zu verbreitern und zu überdeckeln. Dieser sogenannte Planfeststellungsbeschluss ist als eine Art Baufreigabe zu verstehen. Die sehr aufwändige und lange Vorplanung des sechsspurigen Ausbaus ist damit abgeschlossen, jetzt geht es an die Umsetzung. Es wurde auch Zeit. Denn: Die A 81 hätte im Kreis Böblingen eigentlich ganz anders verlaufen sollen: zwischen Gärtringen und Leonberg. Doch sie kam nie über einen asphaltierten Wurmfortsatz in Gärtringen hinaus. Bereits anno 1970 sollten die Bagger anrücken. Doch die Stadt Leonberg wehrte sich vehement. Der Streit zog und zog sich - und aus dem Teilstück wurde nichts. Stattdessen baute man die B 14 zwischen Böblingen/Sindelfingen Richtung Stuttgart zur Autobahn aus. Zwischen dem Kreuz Stuttgart und dem Dreieck Leonberg liegen seitdem zwei Autobahnen aufeinander, die A 8 und die A 81. Was die tagtäglichen Staus auf diesem Stück erklärt. Und die Anwohner an der A 81 durch das stetig steigende Verkehrsaufkommen mit Lärm belastet. Bis die Eröffnung 2025 tatsächlich gefeiert werden kann, steht aber noch einmal eine Durststrecke an: Die Baustellen werden Staus verursachen, und damit Unfälle und Ausweichverkehr durch die Städte. Das wird reichlich Nerven kosten. Und viel Geduld. Nach diesem schier endlosen Gezerre um die A 81 ist dies hoffentlich die letzte bittere Pille, die die Autofahrer schlucken müssen.

 

 

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