Alberverein wandert mit OB zur Mitte von Baden-Württemberg

Die jüngste Halbtageswanderung des Schwäbischen Albvereins führte die Böblinger Ortsgruppe an eine geografische Besonderheit

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    Oberbürgermeister Stefan Belz (6. v. l.) schnürte ebenfalls die Wanderstiefel Foto: red

Artikel vom 05. September 2018 - 17:40

BÖBLINGEN (red). Auf eine informative und abwechslungsreiche Wanderung am Stadtrand von Böblingen hatte der Schwäbische Albverein am 19. August eingeladen. Es ging auf markierten Albvereinswegen zur geografischen Mitte von Baden-Württemberg und durch das Stadtgebiet Diezenhalde zum neunten Längengrad. Bei gutem Wanderwetter starteten am frühen Sonntagmorgen 21 Böblinger Albvereinler und Gäste vom Ochsentrog aus. Mit dabei war der Böblinger Oberbürgermeister Stefan Belz, der vom Wanderführer Axel Horsch herzlichst begrüßt wurde.

Gleich nach dem Start ging es auf dem "Blauen Punkt-Weg" hinein in den Böblinger Stadtwald, Distrikt Hörnle. An jeder Wegverzweigung wurde kontrolliert ob die Wegmarkierung uns richtig weiterführt. Diese brachte die Wanderer auf dem Ochsenhau-Sträßle zum Wegweiser "Maurener Hau". Der Wegwart Lothar Kästle erklärte die neuen gelben Wanderwegzeiger mit der Standortplakette und den sogenannten GPS-UTM Koordinaten. Damit weiß jeder Wanderer genau, wo er sich befindet.

Ab hier wanderte die Gruppe weiter auf dem "Blauen Strich-Weg" Richtung Schönaich. Ein etwas strammer Anstieg an der Hörnlessteige brachte den ein und anderen etwas ins Schnaufen. Danach ging es auf der "Kräuslesallee" zur B 464, die auf einer Fußgängerbrücke überquert wurde, bis zur Tübinger Straße. Kurz davor entdeckten die Wandersleute am Wegesrand eine in Blüte stehende Malve. Hier steht der nächste Wegweiser "Häule", der uns mit dem "Blauen Hufeisen" hinunter in die Gutwiesen führte. Auf dem Zugangsweg zur Mitte von Baden-Württemberg begleiteten die Gruppe fünf Sandsteinskulpturen mit interessanten Motiven zur Mitte des Landes.

Eine weitere aus dem Waldenbucher Steinbruch, mit einem Relief des Bundeslandes, markiert diesen einzigartigen Punkt, die Mitte von Baden-Württemberg. Dieser wurde ermittelt nach der Mittelungsmethode, die die vier geografischen Extremkoordinaten (Nord, Süd, West und Ost) von Baden-Württemberg verbindet und so diesen Punkt definiert. Der Wanderführer erläuterte anschaulich, wie diese Methode funktioniert und wie der Mittelpunkt wegen eines Messfehlers von der Sindelfinger auf die Böblinger Gemarkung wanderte.

Längengrad überschritten

Weiter ging es von den Gutwiesen hinüber ins Wohngebiet Diezenhalde. Durch das "grüne Kreuz" und am Wasserbehälter Brand vorbei gelangte die Wandergruppe im Grünzug Nebelloch zu den bunten Markierungssäulen des neunten Längengrades Ost. Hier überschritten die Wandersleute den Meridian mit den Koordinaten 9° 00' 00" O. Nun war es nicht mehr weit bis zur Schlusseinkehr im Ochsentrog-Restaurant. Die Wanderer waren angetan von dem vor der Haustür liegenden Wandergebiet und den interessanten Plätzen am Rande von Böblingen. Die Wanderstrecke betrug insgesamt acht Kilometer, die in zweieinviertel Stunden absolviert wurden. Der überwundene Höhenunterschied betrug 100 Meter. Wanderführerin war neben dem bereits genannten Axel Horsch auch Elli Kaiser.

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