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Ruhig Blut

Kommentar

Artikel vom 07. Juni 2018 - 17:30

Von Dirk Hamann

Nicht mehr nur der tagtägliche Stau im Berufsverkehr bremst künftig das muntere Brettern durch Böblingen und Dagersheim. Auch eine starke Ausweitung von Tempo-30-Zonen soll für eine seit Jahren nicht mehr dagewesene Langsamkeit in der Innenstadt und im Teilort sorgen.

Notwendig geworden ist dieser Schritt, weil das stetig wachsende Verkehrsaufkommen Lärm verursacht, der nicht nur für Anwohner als Hauptbetroffene nicht mehr im vertretbaren Bereich liegt. Und da sich das Verkehrsaufkommen weder aus Böblingens Mitte, noch von Dagersheims Durchgangsstraßen verbannen lässt, hilft, wirtschaftlich darstellbar, nur ein Schritt, um wenigstens den Krach, den es produziert, in den Griff zu bekommen: Tempo raus.

Dass an einigen Stellen in Böblingen und Dagersheim künftig nur noch Tempo 30 erlaubt ist, wo bislang noch mit erlaubten 50 von vielen gerne auch 60 Sachen gefahren wurde, mag etlichen Verkehrsteilnehmern gegen den Strich gehen - was, wie üblich, erst dann zu heftigen Unmutsäußerungen führen dürfte, wenn die beschlossenen Maßnahmen greifen. Dass jeder Bürger Ende vergangenen Jahres die Gelegenheit hatte, ganz offiziell Einwände zu formulieren? Wird die dann aufgewachten Aufreger wahrscheinlich nicht mehr interessieren.

Nicht vorbei kommen aber auch sie an der Tatsache, dass Lärm krank macht. Und dass die Gesundheit von Mitbürgern wichtiger ist als ihr schnelleres Vorankommen. So schwer es manchem auch fallen mag, es hilft nur eines: Ruhig Blut, runter vom Gas.

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