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Danke

Kommentar Kommentar zu Feuerwehreinsätzen von vergangener Woche

Artikel vom 04. Juni 2018 - 19:13

Von Jan-Philipp Schlecht

Es war am späten Donnerstagabend um 23.48 Uhr, als in der Böblinger Rettungsleitstelle der erste Alarm auflief - und sich für Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und zum Teil die Polizei eine arbeitsreiche Nacht ankündigte. So heftig fegte eine Gewitterzelle über den Kreis Böblingen hinweg, dass bis Sonnenaufgang und darüber hinaus für die Helfer meist keine Zeit blieb, auch nur zu verschnaufen. Und das zu einem Zeitpunkt, bei dem viele lieber die Pfingstferien ausklingen lassen oder sich auf den bevorstehenden Brückentag gefreut hätten. Der fiel für viele im Kreis allerdings ins Wasser.

Trotzdem haben die Rädchen reibungslos ineinander gegriffen. Die Wehren halfen sich untereinander aus, schickten Fahrzeuge zur Hilfe, wuchteten Sandsäcke und pumpten, pumpten, pumpten. Zwar entspannte sich die Lage mit Abklingen des Starkregens gegen 2.30 Uhr. Doch die Arbeit fing mancherorts erst am nächsten Morgen richtig an. In Ehningen trat die Würm erst gegen 6 Uhr über die Ufer. Im betroffenen Gebiet erlebten viele ein böses Erwachen. Neben all den vielen schlechten Nachrichten der Unwetternacht gibt es auch eine gute: Keine Person wurde verletzt. Obwohl vielerorts die Lage wirklich brenzlig war und die Feuerwehrleute auch ihre eigene Sicherheit riskieren mussten, um Menschen aus ihren Autos oder Häusern zu retten. Die Wehrleute müssen gut geschult sein und einen kühlen Kopf bewahren, wenn es derart ausartet. Das ist ihnen gelungen.

Wesentlich angenehmer, aber nicht weniger arbeitsintensiv war zumindest für die Böblinger Feuerwehr dann der Sonntag, als sie die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Auch der ging reibungslos und mit viel Andrang über die Bühne. Am Ende solch arbeitsreicher Tage voll ehrenamtlichen Engagements bleibt also eigentlich nur eines zu sagen: Danke.

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