Aktionstag: Verkehrserziehung auf dem Bobby Car

In der Kindertagesstätte Lilienstraße lernen Kinder schon früh die Regeln des Verkehrs kennen

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    Mit neuen Bobbycars und schicken Mützen macht den Kindern der Tagesstätte Lilienstraße der Verkehrssicherheitstag richtig Spaß Foto: red

Wie verhält man sich am Zebrastreifen? Warum soll man beim Radeln einen Helm tragen? Auf diese und andere Fragen bekommen die Kinder der Sindelfinger Kindertagesstätte Lilienstraße beim Verkehrssicherheitstag eine Antwort.

Artikel vom 04. Juni 2018 - 14:24

SINDELFINGEN (red). "Zebrastreifen, Zebrastreifen - mancher wird Dich nie begreifen!" Rund 50 Kinder in Warnwesten singen ein Lied. Allerdings: So ganz stimmt's nicht. Die Kinder, denen Kindertagesstättenleiterin Regina Reichler und ihr Team nicht nur das Lied beigebracht haben, wissen ganz genau, was sie am Zebrastreifen tun müssen. Allerdings: Vor allem in der Theorie. Und Theorie und Praxis sind bekanntlich Zweierlei.

Doch das Problem lässt sich lösen. Deswegen sind Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Sebastian Sauerbrunn, Verkaufsleiter Neuwagen bei Hahn-Automobile Sindelfingen, da. Und Sebastian Sauerbrunn hat auch Neuwagen dabei: nagelneue Bobbycars, mit denen die Kinder auf einem kleinen Verkehrsübungsplatz erfahren können, wie sich am sichersten durch den Verkehr kommen lässt. "Als Vater einer kleinen Tochter ist mir das auch persönlich ein Anliegen."

Übung macht den Meister, weiß der Volksmund und genau das ist auch in der Kindertagesstätte Lilienstraße der Zweck der ganzen Übung: "Das Unfallrisiko erheblich senken", sagt Amtsleiter Roland Narr, der sich bei Bernhard Schäufele und Sebastian Sauerbrunn namens der Stadt für die Ausstattung bedankt, die die beiden mitgebracht haben.

Denn Bobbycars, Verkehrszeichen, kleine Ampeln und natürlich auch eine Komplettausstattung Warnwesten für den ganzen Kindergarten bleiben dort. Roland Narr hat noch Straßenmalkreide dabei. Das städtische Tüpfelchen auf dem "i" sozusagen, denn auf der Freifläche lässt sich damit prima ein Verkehrsübungsplatz aufzeichnen, mit den Schildern und Ampeln ausstatten und schon geht's los. Zebrastreifen, Kinder, die stehen und gehen wollen. Und Kinder, die auf Bobbycars am Lenkrad sitzen: Wer hält, wer nicht? - "Zebrastreifen, Zebrastreifen?", aber die Kleinen lernen wenigstens schnell dazu.

Ohne Gurt zerbröselt es Bernd, den Bären

Kann sein, dass das demnächst auch Papa, Mama und andere Anverwandte zu hören bekommen. Denn "sagt's auch Euren Eltern" ist ein Satz, den Erich Klett an diesem Nachmittag öfter gebraucht. Erich Klett und seine Frau Elli sind an diesem Verkehrssicherheitsnachmittag zwei weitere Hauptpersonen, die Bernhard Schäufele mitgebracht hat: Sie kommen von der Landesverkehrswacht, haben Spiele und Übungsfelder dabei. Und Bernd, den Bär, den die Kinder gleich ins Herz geschlossen haben.

Bernd, der Bär führt den Nutzen eines Sicherheitsgurtes samt Kindersitz vor. Dafür fährt er auf einem Schlitten so um die 30, der dann abrupt gebremst wird. Mit Gurt kein Problem. Ohne Gurt folgt ein Salto samt Aufschlag auf dem Boden. Klarer Fall von Auweia.

Klarer Fall von platsch, kaputt ist auch die Sache mit dem Ei. Das dient als Beispiel dafür, was passiert, wenn ein Helm den Kopf schützt und wenn nicht. Mit Helm bleibt das Ei bei einem Fall aus Kinderhöhe heil, ohne Helm hat der Helm (der vielleicht zuhause an der Garderobe hängt) keinen Kratzer. Aber das Ei ist Brei. Da schließt sich dann wieder der Kreis zu den Erwachsenen: "Mehr Verletzte, weil kein Helm getragen wird", heißt die Schlagzeile aus Stuttgart. Und meistens erwischt es Erwachsene. Das ist dann mit dem Helm wie mit dem Zebrastreifen im Kinderlied. Mancher wird es nie begreifen.

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