Durch die Highlands gereist

Zehntklässler schildern ihren Besuch in Böblingens schottischer Partnerstadt Glenrothes

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    20 Schüler des MPG reisten nach Schottland, um die beeindruckende Landschaft zu sehen, aber auch Kontakt mit der Partnerschule zu halten Foto: red

Ein Land, seine Kultur und Menschen von allen Seiten intensiv kennen zu lernen, die Natur aktiv zu erleben und den Geist einer langen und spannenden Geschichte zu spüren, das waren Ziele der Schottlandstudienfahrt der Klasse 10 des Max-Planck Gymnasiums (MPG) Böblingen.

Artikel vom 06. April 2018 - 16:18

BÖBLINGEN/GLENROTHES (red). Seit vielen Jahren pflegt das MPG Kontakt zum Sportdepartment des Fife-Colleges in Kirkcaldy und Glenrothes. Der Besuch des Colleges ist eines der Highlights dieser zehntägigen Studienfahrt, bei dem die 20 Schüler zwei Tage einen intensiven Einblick in das Studiensystem in Schottland bekommen und direkten Kontakt mit den Studenten und Dozenten haben, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. Bei Sport-, Fitness- und Theaterkursen waren sie dabei, bekamen personal Training und konnten einer Theaterprüfung beiwohnen. In Glenrothes sahen sie die Medien- und Computerabteilung und bekamen auch die Naturwissenschaften und die Handwerksberufe gezeigt.

Zuvor reisten sie quer durch Schottland in Begleitung der beiden Lehrer Heike Laws und Jonathan Schroth und dem aus dem Ruhestand zurückgeholten "Erfinder" des Austauschs Robert Döllinger. In Glasgow, galt es, die Stadt mit ihren faszinierenden Murals, Gemälden an den Hauswänden, alten und modernen Bauwerken und tollen Museen zu erkunden. Im Hampden Park konnten sich die Schüler während einer Führung durch das Einlaufen ins Stadion wie echte Spieler fühlen.

Anschließend ging die Reise mit einem kurzen Zwischenstopp am Loch Lomond nach Oban, einer kleinen Hafenstadt an der Westküste Schottlands und am nächsten Tag weiter in das Glencoe Valley zu einem ,,hill walk" in den Tiefschnee. Nach Saltos, Rollen und viel Spaß im Schnee bei atemberaubender Kulisse, ging es völlig durchnässt weiter an der geographischen Mitte Schottlands, durch einen großen Stein und ein Schild markiert, vorbei in den Cairngorms Nationalpark. Dort gibt es abends nichts außer den wenigen Gästen im Hostel und die Natur und Schönheit der Munros, der runden schottischen Berge.

Vom zweithöchsten Berg Großbritanniens aus wanderte die Gruppe durch Schnee und Eis in einen Zauberwald, um dann am Nachmittag weiter Richtung Süden aufzubrechen. Vorbei an der berühmten Dalwhinnie Distillery, die, wie die Schüler in der sehr spannenden Führung erfuhren, die höchstgelegene und kälteste in ganz Schottland ist, mit nur sechs Grad Jahresdurchschnittstemperatur. Von den Highlands ging es zur Ostküste an den Strand von Pettycur Bay am Firth of Forth. Hier verbrachten die Schüler die restlichen sechs Nächte in Caravans und versorgten sich dabei selbst. In den folgenden Tagen genoss die Gruppe die Gastfreundschaft und das abwechslungsreiche Programm des Fife-Colleges, sie besichtigte das Wallace Monument in Stirling, die älteste Universitätsstadt, St. Andrews und probierte in Anstruther "The World's Best Fish-And-Chips". Der letzte Anlaufpunkt war die sehenswerte Hauptstadt Edinburgh. Dort endete auch die Reise durch Schottland.

An ihrem letzten Abend waren sich alle einig, dass sich die Reise "total gelohnt" hat und dass die Zeit mit der Gruppe wohl immer ein unvergleichliches Erlebnis bleiben wird. Durch die entspannte Atmosphäre innerhalb der Gruppe, ohne Stress oder irgendwelche Probleme und Zwischenfälle waren auch die Lehrer locker und bei jeder Spaßaktion dabei. "Es war ein unvergessliches Erlebnis und eine einmalige Chance, ein Land mit seinen Sehenswürdigkeiten, Sitten, Bräuchen, Kultur und Naturschauspielen zu erleben", fasst Heike Laws zusammen.