Kommentar: Ruhig Blut

Kommentar Zum Thema der mobilen Blitzer im Kreis Böblingen

Artikel vom 05. April 2018 - 17:22

Von Jan-Philipp Schlecht

Jeder kennt es, jeder hasst es: "Geblitzt werden." Klar, dass einem schnell die Hutschnur reißt, wenn man bei allzu flotter Fahrt ertappt wird. Meist steckt ja auch keine böse Absicht dahinter, man hat es eilig, ist spät dran, will pünktlich kommen, hat kurz nicht aufgepasst und, und, und. Sich über den Lapsus aufzuregen, ist allzu menschlich. Doch sollte man sich bei aller Raserei - der geistigen wie der automobilen - immer fragen, auf wen sich die Wut wirklich richten sollte? Auf die Überwacher am Straßenrand?

Sicherlich nicht. Detlef Behrendt und seine Kollegen sorgen lediglich für die Durchsetzung der Tempolimits. Erfunden haben sie diese nicht. Auch ist ihr Einsatz im Hinblick auf die Zahl der Verkehrstoten ein richtiger. Überhöhte Geschwindigkeit ist und bleibt Todesursache Nummer eins im Straßenverkehr. Die Autofahrer in Schutz nehmen muss man nur insofern, dass viele Karossen den Fahrer heute dermaßen von der Umwelt abkapseln und zudem mit Leichtigkeit beschleunigen, sodass sich 100 km/h leicht anfühlen wie ehemals 50. Doch es hilft alles nichts: Gesetz ist und bleibt nun mal Gesetz.

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