Waldorfschule erläuft 10000 Euro für Nepal

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    Bewegung für einen guten Zweck: Auf der Laufbahn am Murkenbach-Sportplatz war reger Verkehr Foto: Thomas Bischof

Über 10 000 Euro haben die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule kurz vor den Ferien erlaufen. Mit dem Betrag soll in einem Dorf in Nepal eine Wasserversorgung errichtet werden.

Artikel vom 29. Juli 2016 - 16:00

BÖBLINGEN (red). Rund 300 Schülerinnen und Schüler nahmen am Montag vor den Ferien die Runde im Murkenbach-Sportplatz unter die Sohlen. Bis zu 25 Mal drehten die Teilnehmer ihre Runden. Der Lohn der Mühen wirkt ganz weit entfernt: Die 10 000 Euro, die die Sponsoren für ihre Läufer aufgebracht haben, fließen in ein Wasserversorgungsprojekt in dem nepalischen Ort Kalue.

Bereits zum Schuljahresbeginn wurde an der Schule ein fächer-und klassenübergreifendes Schulprojekt mit dem Thema "Unser blauer Planet - Wasser für alle" durchgeführt. In Arbeitsgruppen war die globale Wasserproblematik unter verschiedenen Aspekten Thema, neben künstlerischen Ansätzen wurden ein Brunnen auf dem Schulgelände und Flöße gebaut, der Weg des Wassers von der Quelle bis zum Verbraucher wurde unter die Lupe genommen.

Dazu gehörte auch ein Besuch im Böblinger Wasserwerk. Dabei erkannten die Schüler, dass hinter unserem selbstverständlichen Zugang zu reinem Wasser aufwendige Reinigungs- und Verteilungssysteme stehen. Dies führte zu dem Wunsch, selbst in einem sozialen Projekt zur Verbesserung der Wassersituation in einem armen Land beizutragen. Die Wahl fiel auf das durch ein Erdbeben in Not geratene Nepal und auf das Projekt "Wasser für Nepal" in Kooperation mit dem Verein "Kaule e.V.".

Kaule e.V. ist eine Gesellschaft für sozial nachhaltige Agroprojekte. Über Kurt Koblowsky, ehemaliger Schülervater und Mitglied bei Kaule, wurde die Zusammenarbeit auf den Weg gebracht.

Unabhängig vom Monsun werden

Ziel des Projektes ist es, in dem Dorf Kaule ein Wasserversorgungssystem aufzubauen, das es Bauern vor Ort ermöglicht, nicht nur Reis saisonal, sondern auch monsununabhängig Nutzpflanzen wie Kiwis, Aprikosen und Spargel anzubauen. Rund 20 000 Euro sind dafür veranschlagt. Neben der finanziellen Unterstützung ist eine weitere Zusammenarbeit in der Umsetzung des Projektes und durch kulturellen Austausch und Kontakte zwischen den Schülern geplant, heißt es von Seiten der Schule.

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