6000 Euro gehen nach Afrika und Guatemala

Weltladen Dagersheim spendet erwirtschaftete Überschüsse für Schulkinder und Frauen

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Artikel vom 03. Mai 2016 - 17:46

DAGERSHEIM (red). Das Engagement der 35 Ehrenamtlichen rund um den Weltladen in Dagersheim hat sich gelohnt. Aus den Überschüssen des Ladenbetriebs können in diesem Jahr je 1500 Euro an drei Schulprojekte in Afrika und Guatemala und an (I)ntact - eine Organisation, die sich weltweit erfolgreich gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen einsetzt, überwiesen werden.

Wichtig ist dem Ladenteam laut Pressemitteilung der direkte Draht zu den Initiatoren beziehungsweise Ansprechpartnern der Projekte. Die Dagersheimerin Ingrid Raffel, selbst im Freitagsteam des Weltladens tätig, ist im Vorstand von APEI - Schulen in Guatemala. Über die Afrikagruppe der katholischen Kirchengemeinde Dagersheim/Darmsheim besteht der direkte Kontakt zu den Don Bosco Salesianer in Tansania, die die "Schule des Lebens" und eine Schule in Moschi und Didia betreiben. Der Darmsheimer Verein EineWelt-Pamoja betreibt eine Schule in Dar es Salaam und ermöglicht vielen Patenkindern eine Ausbildung. Die Vorsitzende Ingrid Richter schafft im Donnerstagsteam des Weltladens. Der Kontakt zu der Stuttgarter Opernsängerin und (I)ntact-Aktivistin Gudrun Kohlruss besteht durch die langjährige Amsel Vorsitzende Gisela Kern, die im Montagsteam des Weltladens tätig ist.

Ziel des Fairen Handels ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den so genannten "Entwicklungsländern" zu verbessern. Weltladen-Lieferanten wie gepa, dwp oder El Puente stärken vor allem Kleinbauern und kleine Kunsthandwerksbetriebe und ermöglichen ihnen einen Zugang zum deutschen Markt, heißt es. Langfristige Handelsbeziehung, gerechte Preise, Einhaltung der Kernarbeitsnormen und der Fokus auf einen nachhaltigen, ressourcenschonenden Umgang mit der Natur gehören zu den Grundsätzen des Fairen Handels, zu denen sich alle Akteure verpflichten.

Der Konsum fair gehandelter Waren nimmt europaweit stetig zu. So konnte die Gepa, Europas größtes Fair-Handelsunternehmen, 2015 ein Plus von 6,7 Prozent verbuchen. Zudem findet sich auch in den Regalen der Discounter ein stetig wachsendes Angebot TRANSFAIR gesiegelter Waren, heißt es abschließend.

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