Laufen für die Schülerkollegen in Guatemala

Grundschule Dagersheim sammelt beim Sponsorenlauf 1700 Euro für Schulen in dem mittelamerikanischen Land

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    Schüler und Lehrerinnen präsentieren stolz den Scheck Foto: red

Artikel vom 29. Juli 2014 - 17:54

DAGERSHEIM (red). Kinder der Grundschule Dagersheim sind für das Schulprojekt im guatemaltekischen Hochland und für Pausenspiele der eigenen Schule gelaufen: Nach Auszählung der Runden und dem Einsammeln des Sponsorengeldes wurde nun der Scheck überreicht.

Schon seit langem besteht eine freundschaftliche Verbindung zwischen der Dagersheimer Grundschule und Schulen in Guatemala. Das Hochland Guatemalas ist die Heimat der Ixil-Indianer, die durch den Bürgerkrieg in den 80er Jahren sehr gelitten haben. Zwar verbesserten sich nach einem Friedensvertrag dort die Lebensbedingungen für die indigene Bevölkerung, aber Analphabetismus ist dort immer noch an der Tagesordnung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Durch die fehlende Schulbildung würden die Menschen weiter in die Armut getrieben und seien der Willkür einer korrupten Regierung ausgesetzt. Ingrid Raffel, ehemalige Religionslehrerin in Dagersheim, gründete zusammen mit dem Wuppertaler Buchhändler den Verein APEI. Konrektorin Traude Schanz nützt diese Verbindung zu Ingrid Raffel, um mit ihren Schülern den Blick auf ein anderes Land zu werfen.

Tische und Stühle

Bei dem Projekt "Wie leben Kinder in anderen Ländern" erfahren die Dagersheimer Grundschüler mehr über das harte Alltagsleben in Guatemala, aber auch, dass Guatemala auf eine einst hochstehende Kultur der Mayas zurückblicken kann.

Abschluss dieser Projektwochen war auch dieses Jahr wieder der Sponsorenlauf, an der sich die ganze Schule beteiligte. In 15-minütigen Durchgängen, bei der eine Strecke von 500 Metern bewältigt werden musste, versuchten die Kinder so viele Runden wie möglich zu schaffen. Jede Runde brachte den vorher von den Sponsoren (Eltern, Großeltern, Freunde) festgelegten Geldbetrag ein. Die Motivation war groß. Stolz wiesen die Kinder auf ihre abgestempelten Runden hin.

Das Ergebnis war, dass Ingrid Raffel nun einen symbolischen Scheck über 1700 Euro in Empfang nehmen konnte. "Der kommt in mein Reisegepäck, damit ich ihn den Kindern in Guatemala zeigen kann" sagte sie den Grundschülern. "Damit können weitere zwei Schulen mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden". Ihre nächste Reise nach Guatemala ist schon geplant. Ins Gepäck kommen zudem Briefe und Basteleien der Grundschüler.

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