Schönbuchbahn soll pünktlicher werden

Drei Minuten durch neues Konzept

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    KRZ-Foto: Bischof / Archiv

Artikel vom 19. Mai 2014 - 19:27

KREIS BÖBLINGEN (red). Seit gestern fährt die Schönbuchbahn zwischen Böblingen und Dettenhausen mit einem neuen Betriebskonzept. Das teilt der Zweckverband Schönbuchbahn in einer Pressemitteilung mit. In Dettenhausen kommt dann die sogenannte "überschlagene Wende" zum Einsatz. Dabei wartet ein bereits abfahrbereiter Zug am Bahnsteig, wenn der Zug aus Böblingen in Dettenhausen einfährt. Damit werde die Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit der Schönbuchbahn verbessert, die durch die steigenden Fahrgastzahlen mit verlängerten Ein- und Ausstiegszeiten nicht immer eingehalten werden kann.

"Durch die überschlagene Wende lassen sich bis zu drei Minuten einsparen, die für die einfache Wende eines Zuges mindestens notwendig sind", freut sich Landrat Roland Bernhard, der Vorsitzende des Zweckverbandes. "Damit entspannen wir die Situation auf der Strecke der Schönbuchbahn, die vor allem während der Hauptverkehrszeiten oft überlastet ist." Das neue Betriebskonzept sei allerdings nur eine Zwischenstufe, langfristig sei ein 15-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten geplant, um der Nachfrage der Fahrgäste zu begegnen (siehe Artikel nebenan). Mit dem nun gewonnen Zeitpuffer könnten aber schon heute Verspätungen in Dettenhausen zum Teil kompensiert werden, da der Gegenzug bereits abfahrbereit am Bahnsteig steht.

Für die Verbesserung im Betriebskonzept war neben dem Bau eines zweiten Bahnsteiges am Bahnhof Dettenhausen auch die Beschaffung von zusätzlichen Zugwagen erforderlich, für die auch die Wagenhalle verlängert wurde. Die zwei zusätzlichen Fahrzeuge sind auf der Strohgäubahn freigeworden. "Für den Zweckverband Schönbuchbahn war das eine einmalige Gelegenheit, diese Fahrzeuge zu erhalten", sagt Bernhard.

Mit den insgesamt acht Fahrzeugen lassen sich bis zu drei Wagen bilden. Damit erreicht die Schönbuchbahn eine Kapazitätssteigerung von bis zu 20 Prozent. Der Ausbau wird durch das Land mit 750000 Euro gefördert. Gesamtkosten: rund 1,4 Millionen Euro.

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