Aidlingen ist sicherste Gemeinde im Kreis

Kriminalitätsstatistik mit sinkenden Fallzahlen

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    Polizeibeamte haben in Aidlingen mit weniger Straftaten zu tun, als andernorts. Symbolfoto: Archiv

Artikel vom 24. Mai 2019 - 15:00

AIDLINGEN (hos). "Äußerst gut!" Ulf Dieter, Leiter des Polizeireviers Sindelfingen, und Frank Bechtle, Leiter des Polizeipostens Maichingen, gerieten bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik am Donnerstagabend im Aidlinger Gemeinderat fast schon ins Schwärmen.

"Mit der Tradition der Heckengäugemeinde als sicherster im Landkreis Böblingen wollen wir auch dieses Jahr nicht brechen", so das Duo der Ordnungshüter. Von der Häufigkeitszahl der Straftaten her liegt Aidlingen deutlich unter der Stadt Sindelfingen, aber auch klar unter vergleichbaren Nachbargemeinden wie Grafenau oder Darmsheim. Und auch absolut sind die Delikte 2018 um 30 auf 116 gesunken, was einem Rückgang von 20,5 Prozent entspricht. Von "einem weißen Fleckchen auf der kriminalstatistischen Karte", sprach gar Frank Bechtle.

Von 20 auf 18 zurückgegangen sind nicht nur die Körperverletzungen, sondern auch die in der Vergangenheit sehr im Fokus stehenden Wohnungseinbrüche von neun auf nur noch sechs. Die Gründe lieferten die Experten gleich mit. Zum einen griffen die polizeilichen Maßnahmen mit Bestreifungen in Uniform und Zivil, zum anderen schützten sich die Bürger besser. Generell zugute käme der Gemeinde außerdem ihr dörflicher Charakter, wo noch jeder auf jeden achte. "Rufen sie an, wenn ihnen etwas auffällt", ermunterte Bechtle einmal mehr die Bürger verdächtige Personen oder Fahrzeuge unverzüglich zu melden, um auch die Aufklärungsquote von 63,8 Prozent (2017: 63 Prozent) weiter steigern zu können.

Bei der Alterstruktur der insgesamt 59 Tatverdächtigen fehlen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre völlig. "Das habe ich in meiner Laufbahn noch nie gehabt", staunte darüber sogar Fachmann Ulf Dieter. "Erschreckend wenig" sei auch die Zahl von gerade einmal zwei (2017: fünf) Rauschgiftdelikten. "Trotz hohen Kontrolldrucks haben wir nichts gefunden", bemerkte Dieter fast schon achselzuckend. Einzig die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen sowie Betrugsdelikte haben zugenommen. "Sind sie da sensibel", warnte Frank Bechtle insbesondere vor Internetkriminalität und Anruferstraftaten mit falschen Polizisten. Echte Polizisten würden nie am Telefon nach Vermögen oder Kontostand fragen.

Keine Unfallschwerpunkte

Nahezu gleichbleibend präsentierte sich dagegen die Verkehrunfall-Statistik für Aidlingen mit seinen Teilorten Dachtel, Deufringen und Lehenweiler. Umfallschwerpunkte seien keine auszumachen und die Hauptursachen der 56 Verkehrsunfälle mit fünf Schwer- und 18 Leichtverletzten (2017: 58 mit vier Schwerverletzten und neun Leichtverletzten) wie bisher Vorfahrtsfehler, zu geringer Abstand und zu hohe Geschwindigkeit.

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