Weitere Tempo-30-Zone in Grafenau?

Mit Tempo 30 und Kontrollen die Raserei abstellen

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    Tempo 30 in Döffingen soll aufgrund der positiven Erfahrungen in der Maichinger Straße in Richtung Ortseingang ausgeweitet werden, und zwar bis zur Ecke Rosenstraße. Damit der Schleichverkehr nicht das Wohngebiet belastet, will der Gemeinderat die Ausfahrt an der Wittumstraße sperren Foto: Thomas Bischof

Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten von Döffingen und Dätzingen zeigt Wirkung. Bürgermeister und Gemeinderäte halten deshalb eine Ausweitung für sinnvoll. Damit der Schleichverkehr in Döffingen nicht die Wohnlagen belastet, soll aus der Wittumstraße nicht mehr in die Maichinger Straße eingefahren werden können.

Artikel vom 13. Februar 2019 - 17:42

Von Matthias Weigert

GRAFENAU. Der Sozial- und Verwaltungsausschuss des Gemeinderates befasste sich mit verschiedenen Verkehrsreglungen im Ortsgebiet und regte weitere Veränderungen an, die allerdings nur der Landkreis als Untere Verkehrsbehörde anordnen kann.

Grafenau kann im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Verkehrsschauen allerdings Anregungen geben, die vor Ort von Vertretern der Straßenbehörde und der Polizei im Kontext der Verkehrssituation beurteilt werden.

Der Vorschlag, Tempo 30 in der Dätzinger Ortsdurchfahrt einzuführen, stieß vor zwei Jahren bereits auf offene Ohren, weil Seniorenheim, Kindergarten und Grundschule dort als sensible Bereiche gelten. "Die Erfahrungen mit Tempo 30 sind dort so gut, dass wir die Geschwindigkeitsbegrenzung in Richtung Wiesengrundhalle gerne verlängert sehen würden, da dieser Bereich als Rennstrecke zweckentfremdet wird", begründet Bürgermeister Martin Thüringer. Doch gebe es laut Verkehrsbehörde keine Rechtsgrundlage.

Notfalls sollen auch Pflanzkübel in die Wittumstraße

Mehr Hoffnungen machen sich Rathaus und Gemeinderat in Döffingen, wo ebenfalls eine Ausweitung von Tempo 30 auf der Maichinger Straße angeregt wurde, und zwar bis zur Nelkenstraße. Damit dort der Verkehr aus Maichingen nicht die abschüssige Wittumstraße als Abkürzung benutzt, regen die Bürgervertreter zugleich ein Durchfahrtsverbot, sprich eine so genante "unechte Einbahnstraße" an.

Falls die auf ein Jahr befristete Maßnahme nicht fruchtet, soll mithilfe von Pflanzkübeln entsprechend nachgelegt werden.

Und überhaupt stößt dem Schultes die häufige Missachtung der Verkehrsregeln schwer auf: "Wenn der Schulbus anhält, überholen Raser trotz durchgezogener Linie und Zebrastreifen. Und auch ein Behindertenparkplatz scheint für alle Verkehrsteilnehmer da zu sein."

Deshalb müsse die Einhaltung der Verkehrsregeln in Grafenau häufiger überwacht werden, sieht Bürgermeister Thüringer den Landkreis und die Verkehrspolizei in der Pflicht, die für den fließenden Verkehr zuständig ist.

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