28 Jahre lang war Achim Jäckel die treibende Kraft

Chor conTakt hat seinen Dirigenten verabschiedet

Artikel vom 12. November 2018 - 16:36

DEUFRINGEN (red). Bei seinem Jahreskonzert im Schlosskeller verabschiedete der Chor conTakt seinen Dirigenten Achim Jäckel. Er hat den Chor 28 Jahre lang geleitet.

Für einen kurzweiligen Ablauf des Konzerts sorgten die Mannigfaltigkeit des Programms und die launige Moderation des Chorleiters. Auf "Intrada a cappella" folgte "Mambo" von Herbert Grönemeyer. Klassiker wie "Autumn Leaves", "Tom Dooley" und "Weit, weit weg" wechselten sich ab mit unbekannten Stücken. In einem schnellen Durchlauf skizzierte die "Ouverture" nur mithilfe von Tonsilben furios Musik aus sechs bekannten Opern. Damit wurde das Publikum in die Pause entlassen.

Afrika, die Beatles, Leonard Cohen, Max Raabe und Karl Jenkins lieferten Titel zum zweiten Teil des Programms. Doch auch dieser war nicht nur "Für Frauen kein Problem", wie Max Raabe singt. Der Chor war in bester Laune und ließ sich vom Chorleiter mit seinem präzisen Dirigat konzentriert durchs Programm führen. Die fantasievolle, perfekte Begleitung von Klaus Hügel am Piano tat ein Übriges. Für Überraschung und viel Gelächter sorgte der "Bi-Ba-Butzemann". Hier entwickelte sich langsam aus dem Kinderlied ein Rap durch alle Stimmen bis der "Bi-Ba-Butzemann" plötzlich wieder verschwand. Beendet wurde das Programm mit dem als "Schwabenhymne" bekannten Lied "Mir im Süden" von den Füenf.

Achim Jäckel hatte schon in den Schlussworten seiner Moderation bekannt gegeben, dass dies nach 28 Jahren sein letztes Konzert mit dem Chor conTakt sein werde. Nun war es an dem Chor, seinen langjährigen Chorleiter gebührend zu verabschieden. Renate Lang und Herbert Marxen, beide Vorstandsvorsitzende in diesem Zeitraum, beschrieben in einem Rückblick die Verdienste Achim Jäckels: Jahres-, Weihnachts- und Gospelkonzerte in Aidlingen und Umgebung; treibende Kraft der Reihe "conTakt präsentiert", die viele gute Musiker nach Aidlingen gebracht hat; Gründung und Leitung des Trommelensembles "Chakalaka"; Organisation von zwei Ausflügen über vier Tage nach Südtirol und einen in die Pfalz; Chorliteratur in vielen Sprachen und Genres, von Madrigalen über Silcher und Brahms bis Gospel, Pop, Jazz, Rap und Sprechgesang.

Als professioneller Sänger und Mitglied des SWR-Vokalensembles war es für Achim Jäckel selbstverständlich, seinen hohen Anspruch an die Musik auch an seine Sängerinnen und Sänger zu stellen und nicht nachzulassen, bis er erreicht hat, was er wollte. Die Chormitglieder dankten ihm für seine Arbeit mit einem Geschenk und einem Bild, dem von jedem Mitglied Gedanken zur Arbeit mit Achim Jäckel beigefügt waren.

Verwandte Artikel