Aidlingen: Gemeindeentwicklung mit Inhalten gefüllt

Rund 40 Interessierte bei der Zukunftswerkstatt "Aidlingen 2035" am Samstag in der Sonnenbergschule

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    Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit dem interessierten Publikum vorgestellt Foto: Schmidt

Artikel vom 07. Oktober 2018 - 11:54

Von Holger Schmidt

AIDLINGEN. Viele sachliche und vor allem zielführende Diskussionen brachte am Samstag die Zukunftswerkstatt im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans "Aidlingen 2035". Rund 40 Interessierte kamen dazu in die Sonnenbergschule. Deutlich wurde wie bei der kürzlich vorgestellten Umfrage: "In den großen Dingen kann man sich nicht beklagen", so Moderator Philipp König vom Planungsbüro Reschl Stadtentwicklung aus Stuttgart.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Jan Lülf und Adrian Schwake leitete und betreute er gut drei Stunden lang drei Arbeitsgruppen, die sich - unterbrochen nur vom gemeinsamen Mittagessen - ausführlich mit den Themen Raumstruktur, Wirtschaft und Soziales in der Heckengäugemeinde beschäftigten. Im gemeinsamen Plenum in der Schulaula wurden die Ergebnisse am Nachmittag nicht nur den Mitstreitern der anderen Gruppen, sondern auch Gemeinderäten und Bürgermeister Ekkehard Fauth präsentiert.

Die Nachverdichtung im Ort stärken, Leerstände vermeiden, aber gleichzeitig die Identität im Dorf erhalten, wollen die einen. "Wir möchten langfristige Strategien zur Erhaltung ortsbildprägender Gebäude", formulierte der Gruppensprecher. "Umweltgerechten Verkehr und intelligentes Parkraummanagement", forderten unter anderem diejenigen, die sich mit Handel und Handwerk beschäftigten. "Wir können schon viel, aber wir reden ein bisschen zu wenig darüber", rückten sie außerdem ein verstärktes Marketing für die Vorzüge von Aidlingen als "Perle des Heckengäus" in den Fokus.

"Aidlinger können in Aidlingen gesund und aktiv alt werden", postulierten schließlich diejenigen, die den sozialen Bereich mit Gesundheit und Kultur unter die Lupe genommen hatten. Ambulante und Tagespflege gehörten kombiniert und ausgebaut, damit Senioren nicht in Pflegeheime nach Böblingen oder Sindelfingen abwanderten. Dazu zukunftssichere kulturelle und Vereinsangebote für alle Altersgruppen erhalten sowie Naherholung und Tourismus weiterentwickelt. Alles in allem ein bunter Strauß an Planspielen und Gedanken, der die angestoßene Bürgerbeteiligung mit vielen Inhalten füllt.

Abschlussveranstaltung im kommenden Frühjahr

Nun liegt der Ball wieder beim Planungsbüro Reschl Stadtentwicklung. "Keine Idee geht verloren", versprach Philipp König den Prozess Gemeindeentwicklung "Aidlingen 2035" professionell weiterzuführen.

Die vielen guten Vorschläge vom Samstag verdichten die Experten in Abstimmung mit Verwaltung und Gemeinderat zum Entwurf eines Handlungsprogramms, das bei einer Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2019 vorgestellt wird. Dort können die Bürger erneut diskutieren und sich einbringen, bevor der Gemeinderat das letzte Wort hat.

"Die Spannungsfelder sind aufgebaut", ist Schultes Ekkehard Fauth überzeugt vom erfolgreichen Fortgang des Projekts.

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