Anzeige

Ein Lesebuch zum Deufringer Ortsjubiläum

  • img
    Logo und Festschrift (rechts) zum Deufringer Ortsjubiläum

Eine Festschrift sollte es werden zum Deufringer Ortsjubiläum - das reich bebilderte Lesebuch. Auftraggeber und Macher des Werkes sind sich deshalb einig: Mit gut 500 Gramm Gewicht und 95 Kapiteln ist es ein Pfund geworden, mit dem Deufringen wuchern kann, weil es viele interessante Seiten aufzeigt.

Artikel vom 04. Juli 2018 - 19:00

Von Matthias Weigert

DEUFRINGEN. Bürgermeister Ekkehard Fauth bleibt beim Preis trotzdem auf dem Teppich. "Für 12,50 Euro kauft nicht nur der Deufringer das festliche Lesebuch, das dann auch in den Schrank gestellt und immer wieder in die Hand genommen wird", ist sich der Aidlinger Schultes bei der Präsentation des Werkes im Deufringer Schloss am Mittwochmorgen sicher.

Denn für Leseanreize und Lesbarkeit hat Heiner Weidner zusammen mit seinem Autorenteam gesorgt, das sich vor allem aus Bürgern der vier Heckengäu-Teilgemeinden speist. Der Weil der Städter Journalist erstellte bereits die Festschrift "300 Jahre Lehenweiler" zum Ortsjubiläum des kleinsten Aidlinger Ortsteils. Damals wie heute kümmerte sich Maggie Jarak um das Layout. Und die Aidlinger Grafikerin kreierte immer auch das Logo zu den Ortsjubiläen. Im Fall Deufringen krönt das gelungene Schneckensymbol nicht nur das Festbuch und trägt selbst eine stilisierte Krone. Es kriecht auch über viele Seiten und markiert immer den Anfang eines neuen Kapitels.

"Die Inhalte sind für die Deufringer interessant und noch dazu identitätsstiftend", weiß Weidner, der vor 14 Monaten mit einem recht rudimentären Wissen ins Buchprojekt startete und gerade mal vom Schloss wusste. Aber auch unter den Deufringern kenne sich eben nicht jeder so gut aus, wie Heimatforscher Andreas Wolf oder der ehemalige Gemeindekämmerer Helmut Beutler, die ebenso wie Siegrid Krülle sowie Bürgermeister Fauth und Ortsvorsteherin Christel Walz dem Redaktionsteam angehörten.

Schloss auch als historisches Glanzstück

"Die Nachbarschaft dürfte sich für die Festschrift ebenfalls interessieren", ist Ortsvorsteherin Walz überzeugt. Schließlich sei auch viel Wissenswertes über die Gesamtgemeinde herausgearbeitet. Für die Ortsgeschichte steht laut Weidner vor allem das Schloss, sein Keller und Treppenhaus als historisches Glanzstück aus gutem Grund im Mittelpunkt des ersten Teils. Aus- und Einblicke der Deufringer Nachbarschaft zu Stationen der dramatischen Weltgeschichte fasst der zweite Teil mit historischen Daten zusammen. Beiträge über das 500-jährige Kirchenwesen, persönliche Lebenslinien oder die Veränderungen der Kulturlandschaft zeichnen im dritten Teil Entwicklungen auf. 107 Deufringer Familien ind in einer historischen Ahnengalerie der Kirchengemeinde über 345 Jahre als Nachkommen von Jerg Schuster dokumentiert. Besondere Ereignisse der jüngeren Geschichte wie die Gemeindereform oder Dorfsanierung haben eigene Kapitel bekommen. Steckbriefe der örtlichen Vereine und Organisationen dokumentieren ein reges Vereinsleben. Aber auch die aktuellen Veränderungen in der Gemeinde sind dokumentiert.

Die 195 Abbildungen auf 128 Farbseiten hat Grafikerin Jarak aus etwa 1000 Vorlagen ausgewählt. Die meisten Fotos mussten aufgrund ihres Alters aufwendig aufgearbeitet werden, damit eine Doppelseite wie ein Familienalbum gestltet werden konnte.

Festgottesdienst am Samstag, 14. Juli, 15 Uhr, Sankt-Veit-Kirche. Festakt im Schlosskeller, 18 Uhr, für geladene Gäste. Sonntag, 15. Juli, 14 Uhr, Wiederholung des Festvortrags im Schlosskeller und Ausstellung im Rittersaal zu Stammbäumen.

Verwandte Artikel