Sindelfingen hilft Eltern, Mietern und Gewerbe

Finanzielle Erleichterungen angesichts der wirtschaftlichen Auswirkung der Corona-Pandemie

Artikel vom 27. März 2020 - 16:00

SINDELFINGEN (red). Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie schafft die Stadt Sindelfingen finanzielle Erleichterungen: Die Kita-Gebühren sowie die Gebühren für die verlässliche Grundschule werden vorerst ab April ausgesetzt, Gewerbetreibende in Sindelfingen werden unterstützt und nachweislich durch Corona in Not geratene Kunden der Stadtwerke und Mieter der Wohnstätten erhalten Kündigungsschutz.

Um Eltern in dieser häufig auch finanziell schwierigen Zeit zu entlasten, wird die Stadt Sindelfingen die Kita- und Verpflegungsgebühren vorläufig ab April aussetzen. Auch die Kosten für die verlässliche Grundschule werden vorläufig ab April ausgesetzt, die TAKKI-Zahlungen der Stadt an den Tages- und Pflegeelternverein im Landkreis werden weiterhin entrichtet, obgleich seitens der Stadt aktuell die Dienstleistungen nicht in Anspruch genommen werden können. Dies gilt auch für die anderen freien Träger von sozialen Einrichtungen wie dem Stadtjugendring und die Schulsozialarbeit.

Sindelfinger Gewerbetreibende, die nachweislich aufgrund der Corona-Lage in finanzielle Schwierigkeiten kommen, können für bereits fällige oder noch fällig werdende Gewerbesteuerzahlungen einen Antrag auf Stundung stellen oder eine Zahlung in Raten vereinbaren. Die Stadt sichert in diesen Fällen eine großzügige Handhabung zu. Stundungszinsen werden seitens der Stadt in diesen Fällen nicht erhoben.

Pächter städtischer Gebäude, die ihr Gewerbe derzeit nicht betreiben können und in eine finanzielle Notlage geraten, sollen vorerst eine zinslose Stundung der Pacht in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus appelliert die Stadt an private Verpächter, diesem Beispiel zu folgen und ebenfalls vorerst Stundungen der Pacht für Notlagen zu ermöglichen.

Bei Mietern der Wohnstätten Sindelfingen und Kunden der Stadtwerke Sindelfingen, die nachweislich aufgrund der Corona-Krise in eine Notlage geraten, wird besonders Rücksicht genommen und auf Kündigungen beziehungsweise Sperrungen verzichtet. Die jeweiligen Betroffenen sollen sich direkt mit den Wohnstätten beziehungsweise den Stadtwerken in Verbindung setzen.

Private Vermieter sollen ebenfalls Kulanz zeigen

Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen ruft zudem alle privaten Vermieter von Gewerbeimmobilien in Sindelfingen dazu auf, solidarisch zu sein und bittet auch sie, kulante Lösungen zu ermöglichen, sofern es Ihre eigene Situation zulässt.

"Bund und Land haben schon umfassende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Auch wir als Stadt Sindelfingen wollen hier unseren Beitrag leisten. Klar ist aber schon jetzt, dass auf die Kommunen zahlreiche zusätzliche Lasten zukommen werden - und die Steuern weiter wegbrechen werden. Bund und Land sind gefordert, die Kommunen in diesen finanziell schwierigen Zeiten zu unterstützen. Wir brauchen auch einen Rettungsschirm für die Kommunen", appelliert Oberbürgermeister Vöhringer.

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