Das Jugendforschungszentrum nabelt sich ab

Einrichtung für junge Tüftler und Bastler in Sindelfingen wird künftig von einem eigenen Verein betrieben

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    Ein Blick in die Werkstatt des Jugendforschungszentrums: Schüler bauen unter Anleitung von Heinz Ulmer, einem der beiden Leiter der Einrichtung, eine tragbare Handlampe Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 02. Juli 2019 - 15:30

SINDELFINGEN (red). Das Jugendforschungszentrum für Energie und Umwelt, das seit fünf Jahren in der Gottlieb-Daimler-Schule (GDS) 2 in Sindelfingen arbeitet, wird jetzt von einem Verein getragen.

Um das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften zu wecken, hat der Kreis Böblingen zusammen mit den Städten Sindelfingen und Holzgerlingen vor fünf Jahren ein Jugendforschungszentrum (JFZ) eingerichtet. Dort erhalten besonders interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unter qualifizierter Betreuung und Anleitung selbstständig Experimente durchzuführen. Neben einem Kursangebot unterstützt das JFZ bei der Teilnahme am Wettbewerb "Jugend forscht"/"Schüler experimentieren" und es ist Partner für die Durchführung von Arbeitsgemeinschaften im Bereich von 3D-Druckern und Informatik an Schulen. Die Einrichtung des JFZ ist eine der Maßnahmen, um dem Mangel an Technikern und Ingenieuren zu begegnen.

Nun wird ein gemeinnütziger Verein gegründet, um dem JFZ mehr Eigenständigkeit zu geben. Zum Vorsitzenden wurde Sindelfingens OB Bernd Vöhringer gewählt. Stellvertreterin ist Karin Bieber-Machner, Schulleiterin der GGS 2. Zweiter Stellvertreter ist Prof. Dr. Marc Sieper von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Bernd Vöhringer freut sich über die Vereinsgründung: "Das Jugendforschungszentrum ist für die Stadt Sindelfingen bereits seit Jahren ein wichtiger Partner bei der Ausrichtung von ,Schüler experimentieren und ,Jugend forscht. Darüber hinaus ergänzt das Angebot des JFZ ideal den schulischen Bereich bei der Vermittlung von technischem und naturwissenschaftlichem Wissen. Engagierte und wissbegierige Jugendliche sind für unseren Technologiestandort Sindelfingen ein entscheidender Zukunftsfaktor."

Auch Heinz Ulmer und Volker Rose, die Leiter des JFZ, freuen sich über die Vereinsgründung: "Die bisherige Zusammenarbeit mit dem gd-Bildungskolleg hat gut funktioniert. Aber es war von Anfang an unser Wunsch, ein eigenständiger Verein zu sein mit mehr Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit. Diesen Schritt haben wir jetzt vollzogen. Wir werden unsere erfolgreiche Arbeit sehr motiviert weiterführen."

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Beatrice Gottschalk von der Vereinigten Volksbank als Schatzmeisterin, Mary Raabe, Lehrerin am Goldberg-Gymnasium, als Schriftführerin, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Kayser von der Hochschule Göppingen als technischer Berater, Tobias Kling, stellvertretender Schulleiter der GDS 2, als IT-Berater und Koordinator für Baumaßnahmen, Nadine Kußler, die Leiterin des Stiftsgymnasiums, als Kontaktperson zu den Schulen, Karina Szargot als Kontaktperson zu den Eltern und für die Öffentlichkeitsarbeit, Sebastian Kotstein für den Internet-Auftritt, Dr.-Ing. Sicong von Malottki als Kontaktperson zu Industrie und Hochschulen, Wolfgang Neininger als Vertreter der Betreuer im JFZ, Karl-Georg Schmid, Studienprojektor am Regierungspräsidium Stuttgart, als Projektberater, sowie Heinz Ulmer und Volker Rose für die operative und wissenschaftliche Leitung des JFZ.

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