Polizist hilft seiner Langeweile im Revier ab

Theater-AG, Unterstufenchor und Fünfer-Klassen des Unterrieden-Gymnasiums glänzten mit Kriminal-Musical "Mord im Landhaus"

Artikel vom 17. Mai 2019 - 17:00

SINDELFINGEN (red). In der Aula des Gymnasium Unterrieden Sindelfingen (GUS) wurde es kürzlich ernst: Ein Mordfall musste aufgeklärt werden. Mittendrin: die Theater-AG, musikalisch unterstützt vom Unterstufen-chor "Voices of GUS" sowie den Klassen 5 a, 5 c und 5 e. Alle zusammen führten das Kriminal-Musical "Mord im Landhaus" auf.

Es ist stinklangweilig auf dem Polizeirevier Maichingen. Die Polizisten Edmund (Valentin Wernado) und Helmut (Lukas Mühlbauer) müssen sich mit außerordentlich wichtigen Fällen wie gestohlenen Gartenzwergen beschäftigen. Keine Herausforderung für echte Polizisten. Doch dann passiert endlich etwas wirklich Spannendes: Der Landgraf von Maichingen wird ermordet in seinem Landschloss aufgefunden. Die Polizei läuft zur Hochform auf und geht, unterstützt von der Spurensicherung und Detektivin Oberhammer, dem Mord auf den Grund. "Der Mörder ist immer der Gärtner", singt der Chor der fünften Klassen. In der Tat ist sein Alibi alles andere als wasserdicht. Doch warum sollte er seinen Chef ermorden? Immerhin zahlt er allen Hausangestellten ein mieses Gehalt. Oder war es gar die Landgräfin? Man munkelt, sie sei nur noch wegen des Geldes mit dem Landgrafen zusammen. Nach Befragung aller dem Opfer nahestehenden Personen tut sich keine heiße Spur auf. Schließlich verplappert sich Polizist Helmut und kann als Mörder überführt werden. Er hat die Langeweile auf dem Präsidium einfach nicht mehr ertragen und deshalb eine vergiftete Flasche Trollinger an den Landgrafen geschickt. Ein durchaus skurriles Ende des Mordes im Landhaus.

"Am schwersten fiel es mir daher auch, bei der letzten Szene ernst zu bleiben", erklärt Lukas Mühlbauer, der den Polizisten Helmut spielte, und ergänzt: "Ein bisschen nervös war ich schon, aber es ist toll, vor einem so großen Publikum aufzutreten!" Damit dürfte er wohl für alle Mitglieder der Theater-AG sprechen. Das Publikum jedenfalls zeigte sich bestens unterhalten und honorierte die engagierte Leistung aller jungen Schauspieler mit tosendem Applaus.

Tabea Metzger, die Interimsleiterin der Theater-AG, zieht ein positives Fazit: "Die Stimmung im Saal war super, die Schauspieler und Sänger haben ihre Sache wirklich toll gemacht! Auch schon während der Proben haben sie großes Durchhaltevermögen gezeigt." Ihre Musikkolleginnen Teresa Seifert und Stefanie Lukaschewsky ergänzen: "Wir wollten den jungen Schülern eine Auftrittsmöglichkeit verschaffen. Sie sollten erfahren, was es heißt, ein Stück bis zu Auftrittsreife zu bringen, auf der Bühne zu stehen, Lampenfieber durchzustehen und am Ende mit Applaus honoriert zu werden - ohne Schulnoten. Das motiviert ganz anders."

Die Theater-AG, die vor drei Jahren am GUS ihren ersten Auftritt absolvierte, hat mit diesem Auftritt ihre Vielseitigkeit bewiesen. Mit dem Sketch "Die Matheaufgabe" und dem Märchen-Stück "Alles Banane" während des Schulprojektes "Schule als Staat" folgte nun mit "Mord im Landhaus" der dritte große Auftritt. Susanne Ziegler, die Gründerin und Leiterin der Theater-AG, hat ihren Schützlingen alle Stücke auf den Leib geschneidert. Mit Erfolg, wie die Reaktionen des Publikums Pointen zeigten.

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