Kirchengemeinderäte segnen Fusion ab

Zusammenlegung von Martins- und Goldberggemeinde in Sindelfingen ist jetzt beschlossene Sache

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    Die Martinskirche ist Namensgeberin der vergrößerten Gemeinde, die künftig um die 5000 Köpfe zählt Fotos: Thomas Bischof

Artikel vom 15. Februar 2019 - 15:12

SINDELFINGEN (red). Jetzt ist es endgültig: Die evangelische Goldberggemeinde und die evangelische Martinskirchengemeinde in Sindelfingen fusionieren. Die beiden Kirchengemeinderäte haben gemeinsam beraten und dann in getrennten Sitzungen die Fusionsbeschlüsse gefasst.

Ein sensibles Thema war der Name für die fusionierte Kirchengemeinde. Vor allem in der Martinskirchengemeinde hat der Vorschlag Stiftsgemeinde zu engagierten Diskussionen und im Nachgang zur Gemeindeversammlung zu deutlichem Widerspruch geführt. "Umso überraschender war, dass der Kirchengemeinderat der Goldberggemeinde in Unkenntnis der Diskussionen in der Martinsgemeinde mehrheitlich für Martinskirchengemeinde gestimmt hat", heißt es in einer Mitteilung von Jens Junginger, dem geschäftsführender Pfarrer der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Jedoch äußerten Protestanten vom Goldberg die Sorge darüber, "dass wir nicht einfach geschluckt und vergessen werden". Erste Überlegungen zum Zusammenwachsen beider Gemeinden zielen darauf ab, gemeinsame Feste und Ausflüge ins Auge zu fassen sowie Austausch- und Begegnungstreffen zwischen den ehrenamtlichen Verantwortlichen zu organisieren. Der Konfirmandenunterricht wird schon gemeinsam gestaltet. Einig ist man sich darin, dass es zu einem selbstverständlichen Hin und Her kommen müsse. Konzeptionell müsse bedacht werden, welche Art von Treffen und Veranstaltungsangeboten besser ins Gemeindezentrum auf dem Goldberg, in die Martinskirche, in den Stiftshof oder ins Markuszentrum passt.

Im Dezember wird ein neuer gemeinsamer Kirchengemeinderat gewählt, in dem die Gemeindemitglieder auf dem Goldberg durch die unechte Teilortswahl drei Sitze sicher haben. Die neue Martinsgemeinde umfasst um die 5000 Gemeindeglieder. Für deren Betreuung gibt es derzeit 3,5, spätestens ab 2024 jedoch nur noch drei Pfarrstellen. Die Pfarrer müssen nun ihre Dienstaufträge abgleichen und neu ausrichten.

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