Feuerwehr-Abteilung Darmsheim:So viele Einsätze wie noch nie in 139 Jahren

Hauptversammlung

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Artikel vom 04. Februar 2019 - 17:24

DARMSHEIM (red). Abteilungskommandant Christoph Wiechert berichtete bei der Hauptversammlung der Darmsheimer Feuerwehr von 139 Einsätzen und 1818 Einsatzstunden im vergangenen Jahr. So viele Einsätze musste die Wehr in ihrer 139-jährigen Geschichte noch nie bewältigen.

2018 musste die Abteilung zu keinen Großbränden ausrücken. Doch Wiechert hob zwei Einsätze hervor: den schweren Verkehrsunfall im August an der Tunnelkreuzung, bei dem eine Frau lebensgefährlich verletzt wurde, und den Wohnungsvollbrand in Dagersheim im Dezember. Dort unterstützten die Darmsheimer bei der Brandbekämpfung und der Wasserversorgung. "Mal wieder hat sich die gemeinsame Ausrückeordnung mit Dagersheim bezahlt gemacht", sagte der Kommandant.

2018 mussten die Darmsheimer Feuerwehrleute zu 30 Bränden ausrücken. 51-mal löste eine Brandmeldeanlage aus. 15 Einsätze erwiesen sich als Fehlalarme. Hinzu kamen Gefahrguteinsätze, die Beseitigung von Ölspuren, Alarme durch private Rauchmelder, Türöffnungen, Unfälle, Überschwemmungen, eine Tierrettung, ein umgefallener Baum, der eine Straße blockierte und Amtshilfe für die Polizei.

Neben der hohen Einsatzbelastung absolvierten die 45 Darmsheimer Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau 3488 Stunden für Übungen, Lehrgänge, Besprechungen, Ausbildung. So kommen mit den Einsatzstunden und den 700 Arbeitsstunden für das Darmsheimer Sonnwendfeier insgesamt 6006 Stunden zusammen. Das sind pro Kopf rund 130 Stunden ehrenamtlicher Feuerwehrdienst. Die Steigerung von 1798 Stunden gegenüber 2017 ist unter anderem mit der Einrechnung der Stunden für das Sonnwendfeier und mit dem enormen Aufwand für die Tunnelübungen zu erklären.

Zettelwirtschaft ist endlich passé

Johannes Groß organisierte die Übungen für das bronzene Leistungsabzeichen und das Team 65plus übernahm die Brandschutzerziehung für die Kinder. Das entlastete die Aktiven stark. Trotz der Neueinstellungen bei der Hauptversammlung von Sebastian Kollmar und Lars Nieke hat sich der Mannschaftsstand 2018 auf 46 verringert. Grund dafür sind alters- und privatbedingte Austritte. Bei der EDV-Ausstattung hat sich 2018 einiges getan. In der Zentrale wurde ein Rechner mit der eigens beschafften Verwaltungssoftware "Fireplan" bespielt. Die lästige Zettelwirtschaft gehört nun der Vergangenheit an. Die wichtigen Projekte für 2019 sind die Beschaffung eines LF 20 als Ersatz für das 32 Jahre alte TLF 16/25, die Geschlechtertrennung in der Dusche und Umkleide sowie die Verbesserung der Ausfahrsituation in die Stichstraße.

Stephan Schneck beförderte Kommandant Christoph Wiechert zum Oberfeuerwehrmann, Michael Gehring, Sebastian Gonsior, Marcel Kaufmann und Benjamin Roob zu Hauptfeuerwehrmännern. Sich selbst konnte Wiechert nicht befördern. Deshalb übernahm Stadtbrandmeister Wolfgang Finkbeiner Wiecherts Beförderung zum Brandmeister nach bestandenem Zugführer-Lehrgang auf der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze für mindestens 15-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Christoph Buck, Michael Gehring, Sebastian Gonsior, Marcel Kaufmann, Christian König, Marco Mager, Sascha Mang, Benjamin Roob, Jan Unger und Christoph Wiechert. Für 25 Jahre wurden die Brüder Martin und Frank Laier geehrt. Die Ehrenmitgliedschaft wird beiden bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr im Mai verliehen. Besonders hervorzuheben sind sechs Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft, die Manfred Baisch, Hasso Bubolz, Robert Kienle, Kurt König, Gerhard Pieger und Günter Schanz zuteil wurden. Nach 47 Jahren aktiver Mitgliedschaft wechselt Peter Unger in die Altersabteilung.

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