Profilausrichtung und Lernklima an der Schule ziehen

Aktuelle und ehemalige Schüler des Technischen Gymnasiums der Gottlieb-Daimler-Schule 1 heben Vorteile dieses Schultyps hervor

Artikel vom 28. Dezember 2018 - 14:48

SINDELFINGEN (red). Die Gottlieb-Daimler-Schule (GDS) 1 hat aktuelle und ehemalige Schüler des Technischen Gymnasiums (TG) zu ihren Erfahrungen mit diesem Schultyp befragt.

Berufliche Schulen unterscheiden sich von allgemeinbildenden Gymnasien vor allem in der Profilausrichtung. So gibt es sozialwissenschaftliche, ernährungswissenschaftliche oder auch technische Gymnasien, wie das TG an der GDS 1. Dort kann man sich auf Technologie und Management (TuM), Informationstechnik (IT), Gestaltungs- und Medientechnik (GMT) oder Mechatronik spezialisieren. Diese Profilierung ist ein Grund für viele Schüler - auch von Gymnasien - die GDS 1 anzusteuern. Samuel und Vincent aus der TuM-Klasse, die im kommenden Schuljahr ihr Abitur machen, sind dafür ein gutes Beispiel. Für Samuel ist das Ziel klar: "Ich möchte später einen Beruf im technischen Bereich und habe daher lieber mehr Technik- als Fremdsprachen- oder Sportunterricht." Auch für Vincent war der Wechsel vom allgemeinen Gymnasium an die GDS 1 klar: "Meine Brüder waren bereits an einem beruflichen Gymnasium und ich fand vor allem TuM super. Ich interessiere mich für Technik, habe nun aber auch BWL und kann mir fürs Studium aussuchen, was mir mehr liegt."

In Mathematik seien die Anforderungen sehr hoch und der Inhalt gehe über die Inhalte des allgemeinen Gymnasiums hinaus. Auch Tatjana, die in diesem Schuljahr ihr Abitur im IT-Bereich schreibt, bestätigt, dass das Niveau hoch ist. Sie kommt von der Realschule und sei dort ohne viel zu lernen sehr gut durchgekommen: "Jetzt geht das aber nicht mehr. Von uns wird deutlich mehr erwartet."

Vincent und Tatjana ist aufgefallen, dass die Lehrer viel wertschätzender auf Schüler zugehen würden. Sie seien zwar fordernd, aber sie fördern auch, wo sie nur könnten. Samuel ergänzt: "Zwar ist Mathe hier schwerer, aber mit der Hilfe hier bin ich jetzt besser als meine Kumpels, die noch an der alten Schule sind." Auch Tatjana bejaht das: "Es gibt hier super Zusatzangebote, wenn man Förderung braucht."

Nicht viel anders kann Philippa auf ihre Zeit am TG zurückblicken. Sie ist nach dem Abi 2013 mit dem Profilfach Technik bei Daimler untergekommen. Sehr beeindruckt war sie vom Werkstattunterricht: "Dass man etwas Handwerkliches machen kann, hat einen super an die Praxis herangeführt. Ich musste zudem für mein Studium kein Pflichtpraktikum mehr absolvieren, da der Unterricht angerechnet wurde." Philippa konnte so einfacher in ihr Maschinenbaustudium starten. Ihr gefiel auch, dass sie für ihr Studium die meisten Grundlagen in Technik, technischem Zeichnen oder Mathematik bereits in der Schule behandelt hatte. Auf jeden Fall habe sie der Unterricht weitergebracht als der an allgemeinen Gymnasien. Sie bestand im Gegensatz zu vielen ihrer Kommilitonen das Grundstudium ohne Probleme.

Ähnliche Erfahrungen hat Aygün im Studium gemacht. Er studiert nach seinem Abitur 2016 Medienwirtschaft und berichtet, dass "die Inhalte von VWL und besonders von BWL vom TG mir immer wieder im Studium helfen". Ohne seine Lehrer wäre es unmöglich gewesen, einen so guten Abiturschnitt im Einserbereich hinzubekommen. Wenn man etwas nicht verstanden hatte, wurde es nochmals erklärt und auf die Klausuren wurde man ebenso gut vorbereitet.

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