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Amselsterben durch Usutu-Virus

Artikel vom 29. Oktober 2018 - 18:24

SINDELFINGEN (red). Der derzeit unter Amseln grassierende Usutu-Virus hat auch in Sindelfingen bereits Tiere befallen. Das Vogelzentrum des "Natur.Erlebnis.Sindelfingen." hat nun Informationen zum Umgang zusammengestellt: "Der Usutu-Virus befällt vor allem Amseln, gelegentlich auch andere Vogelarten und wird durch Stechmücken übertragen. Betroffene Vögel verlieren, gemäß derzeitigem Kenntnisstand, zunächst ihr Fluchtverhalten, also ihre natürliche Scheu gegenüber dem Menschen, es folgen apathisches Verhalten und letztlich der Tod innerhalb weniger Tage." Entsprechend Informationen des forschenden Bernhard-Nocht-Instituts sei der Virus nicht durch bloße Berührung übertragbar. Dennoch wird empfohlen, tote Tiere nicht mit bloßen Händen zu berühren. "Nicht jede tote oder flugunfähige Amsel ist zwangsläufig mit dem Usutu-Virus infiziert, teilweise handelt es sich bei flugunfähigen Vögeln um Jungvögel, die von ihren Eltern außerhalb des Nestes versorgt werden oder um Tiere, die zum Beispiel durch natürliche Feinde, andere Krankheiten, Scheibenflug, Autokollision, Katzen und andere Umwelteinwirkungen verletzt wurden."

Um die Forschungen zur Verbreitung der Krankheit zu unterstützen, bittet der NABU, tote Vögel unter https://http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/usutu-melden.html zu melden. Tote Tiere können zur Feststellung eines Befalls ans Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin geschickt werden. Infos unter https://http://www.bnitm.de/aktuelles/faq-zum-usutu-virus/

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