Frohnmaier vor Daimler-Werkstor

AfD-Mann geht auf Wählerfang - IG Metall startet Gegenaktion

Artikel vom 01. Oktober 2018 - 18:00

SINDELFINGEN (red). Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier und der AfD-Landtagsabgeordnete Harald Pfeiffer haben sich am gestrigen Montagmorgen zu einer gemeinsamen Verteilaktion vor den Toren des Daimler-Werkes in Sindelfingen zusammengefunden. Ziel der Aktion unter dem Motto "Für Ihren Arbeitsplatz und für den Diesel!" war es, den Beschäftigten des Werkes die Positionen der Alternative für Deutschland zum großen Dieselstreit näher zu bringen. Die IG Metall veranstaltete aus Protest darauf eine Gegenaktion.

Im Anschluss äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Frohnmaier vor Ort gegenüber der Presse: "Der Diesel ist ein Beschäftigungsmotor und deshalb wollen wir ihn bewahren. Laut ifo-Institut wären bei einem Diesel-Aus rund 160 000 Arbeitsplätze betroffen. Mir liegt persönlich viel daran, dass wir die wirtschaftliche Stärke unseres Kreises nicht auf dem Altar einer ökosozialistischen Ideologie opfern."

Die IG Metall antwortete der Aktion der Rechtspopulisten mit einer Protestaktion. Dazu sagt Uwe Meinhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart: "Die AfD zeigt heute vor dem Werkstor, dass sie eine Politik der Angst-Macherei, statt der konstruktiven Beteiligung betreibt." Den Versuch, auf komplexe Fragestellungen einfache Antworten zu geben, hält er für höchst unseriös. "Wir sind hier um zu zeigen, dass für populistische Parolen vor und hinter unseren Werkstoren kein Platz ist. Nur durch Zusammenhalt unter den Beschäftigten, aber auch in der Gesellschaft können wir den Wandel im Sinne der Beschäftigten gestalten", sagt Meinhardt.