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DGB: An Beschäftigte im Handel denken

Gewerkschaft fordert Verzicht auf verkaufsoffene Sonntage

Artikel vom 17. September 2018 - 17:18

SINDELFINGEN (red/wrh). Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat die Satzung verworfen, mit denen die Stadt Sindelfingen in früheren Jahren verkaufsoffene Sonntage genehmigt hat. Er stufte das "Frühlingsfest", das "Sommerfest" und das "Kinderfest", mit dem Gewerbe- und Handelsverein und Stadt die Verkaufssonntage begründet haben, als Alibiveranstaltungen ein. Mit dem "Super-Sonntag" hat die Stadt nun ein Veranstaltungsformat kreiert, das nach dem Gesetz als Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag taugt. Dennoch fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), dessen Mitgliedsorganisation Verdi das VGH-Urteil erwirkt hat, auf verkaufs-offene Sonntage zu verzichten.

Der DGB-Kreisverband Böblingen, heißt es in einer Pressemitteilung, hätte sich erhofft, der Gemeinderat würde mehr an die Bedürfnisse und Belastungen der Beschäftigten im Einzelhandel denken: "Die Kunden können an sechs Tagen in der Woche einkaufen. Sie brauchen nicht auch noch den Sonntag. Für die Beschäftigten im Einzelhandel ist es der einzige Tag der Woche, den sie gemeinsam mit ihrer Familie frei haben." Der DGB-Kreisverband ruft deshalb im Schulterschluss mit den Kirchen den Gemeinderat auf, in Zukunft auf verkaufsoffene Sonntage zu verzichten.

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