Werbung für das Projekt Europa

Europaabgeordneter Rainer Wieland sprach am Pfarrwiesen-Gymnasium Sindelfingen mit Schülern

Artikel vom 04. Juli 2018 - 15:06

SINDELFINGEN (red). Rainer Wieland (CDU), seit 21 Jahren Abgeordneter und seit 2009 auch Vizepräsident des Europaparlaments, stattete dem Gymnasium in den Pfarrwiesen Sindelfingen (GiPS) einen besuch ab. Schülerinnen und Schülern der zehnten und elften Klasse des GiPS befragen ihn. Wieland warb für das erfolgreiche Friedensprojekt Europa: "Das Beste, was wir in Europa erreicht haben, ist, dass wir den am Anfang des Jahrhunderts Geborenen den Frieden bieten können, von dem die Anfang des 20, Jahrhunderts Geborenen lange nur träumen konnten."

Rainer Wieland verteidigte auch die viel kritisierten Regulierungen durch die Europäische Union (EU), da diese - wie etwa beim Patentrecht oder den Auslandsüberweisungen - auch dem Verbraucher und kleineren und mittelständischen Unternehmen zugute kämen. In diesem Zusammenhang sei auch der Einfluss von Lobbyisten wichtig, da die Europaabgeordneten sich nicht mit allen Themen auskennen können und auf Hilfe von Experten angewiesen seien.

Richtig engagiert war Wieland beim Thema Rechtspopulismus: Die Warnungen vor einem Ende der EU seien völlig übertrieben. Auch linke Populisten, wie sie in Italien und Rumänien an der Regierung seien, könnten gefährlich sein und die gemäßigte Rechte sei in der Lage, Victor Orban & Co. in Schach zu halten. Generell warnte Wieland davor, über dem alltäglichen Hickhack das große Projekt Europa zu vergessen, das er auch als Vorbild für andere empfahl: "Ich bin sicher, dass irgendwann auch in vielen afrikanischen Ländern eine Art Afro als Pendant zum Euro eingeführt wird."

Für die Zuhörer(innen) bot das interessante Gespräch viele Aspekte, die danach im Gemeinschaftskunde-Unterricht weiterdiskutierten. Rainer Wieland hatte auch das Angebot eines neu entwickelten Planspiels im Gepäck, zu dem er Schüler und Lehrer des GiPS nach Straßburg einlud.

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