Anzeige

Haarige Raupen werden abgesaugt

Maßnahmen der Stadt Sindelfingen gegen den Nachwuchs des Eichenprozessionsspinners

Artikel vom 07. Juni 2018 - 13:18

SINDELFINGEN (red). Zurzeit sind im Stadtgebiet von Sindelfingen vermehrt die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu beobachten. Diese sind auf der Suche nach geeigneten Nahrungs- und Nistplätzen, bevor sie sich in den typischen Gespinstnestern verpuppen. Dazu wandern sie in langen Ketten auf dem Boden, dem Bereich der unteren Stämme und den Astansätzen. Die heranwachsenden Raupen bilden sehr feine Brennhaare aus. Diese brechen leicht bei Berührung und der darin befindliche Giftstoff wird freigesetzt. Die Stadt warnt davor, die haarigen Raupen anzufassen.

Ein direkter Kontakt mit den Raupen oder Gespinstnestern sei unbedingt zu vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Er könne bei Menschen zu starkem Juckreiz, Reizungen der Bindehaut oder der Atemwege führen. Im Einzelfall könnten allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Anfang Mai fanden auf städtischen Grundstücken prophylaktische Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners statt. Dabei wurden gezielt Problemstellen behandelt. Dass die Witterung in diesem Jahr frühzeitig mild war, hat die Entwicklung der Raupen allerdings stark begünstigt. Die Entfernung der Raupen und Gespinstnester geschieht nun durch Absaugen mit Spezialsaugern oder durch Abflammen. Diese Maßnahmen werden vom städtischen Grünpflegebetrieb vornehmlich in stark frequentierten städtischen Anlagen an Schulen, Kitas, auf Spielplätzen oder an anderen öffentlichen Einrichtungen durchgeführt.

Im übrigen Stadtgebiet werden die betroffenen Bäume mit Warnschildern versehen. Im Wald werden in der Regel keine Maßnahmen vorgenommen. Auf Empfehlung des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz hin werden die Raupen derzeit nicht manuell entfernt. Das Ministerium empfiehlt, die Raupen erst dann zu entfernen, wenn sie sich in den Gespinsten verpuppt haben. Durch diese Vorgehensweise würde ein möglichst großer Effekt bei der Beseitigung erzielt und die gesundheitliche Gefährdung der eingesetzten Mitarbeiter verringert.

Weitere Info unter http://www.fva-bw.de
Verwandte Artikel