Tiefgarage in Verkehrskonzept einbinden

Vorschläge der Linken zur Sanierung der Parkkaverne

Artikel vom 03. Mai 2018 - 19:12

SINDELFINGEN (red). "Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung", heißt es in einem Antrag der beiden Linken im Sindelfinger Gemeinderat, "die Sanierung der Tiefgarage in ein modernes Verkehrskonzept der Mobilität 4.0 einzubinden, die eine lebendige und umweltfreundliche Stadt ermöglicht." "Aufgrund der Individualisierung, der Ausdifferenzierung von Lebensentwürfen und Konsumgewohnheiten müssen wir die Zunahme an Vielfalt der Mobilitätsformen berücksichtigen", argumentieren Richard Pitterle und Margarete Mohr. Diesen neuen Mobilitätsmix-Anforderungen müsse bei der Sanierung der Marktplatz-Garage und der Gestaltung von deren Oberfläche Rechnung getragen werden.

Die beiden Linken tragen die Sanierung der Parkkaverne mit, da sie sie für Einzelhandel und die Attraktivität der Innenstadt für unverzichtbar halten. Aber sie werfen die Frage auf, ob die bisherige Anzahl von Parkplätzen in der Tiefgarage künftig noch erforderlich ist. Mohr und Pitterle dringen darauf, den öffentlichen Personennahverkehr in bezug aufs Einkaufen stärker zu fördern. Ihnen schwebt das Beispiel Tübingen vor Augen, wo an den Markttagen von 8 bis 13 Uhr Busse kostenlos aus allen Stadtteilen zum Marktplatz fahren. Den Einnahmeausfall müsste die Stadt dem Busunternehmen ausgleichen, was aber für die Förderung der Innenstadt angemessen sei.

In der Tiefgarage selbst sollten genügend Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorgesehen werden - für Privat- und Carsharing-Autos. Um für mehr Bürger(innen) das Einkaufen und den Besuch der Innenstadt mit dem Fahrrad attraktiver zu machen, sollte eine Konzeption für überdachte Fahrradabstell-Gelegenheiten an verschiedenen Orten der Innenstadt entwickelt werden. "Es wäre des Weiteren zu prüfen, ob Fahrradverleih-Unternehmen an den S-Bahn-Haltestellen angesiedelt werden können, um die Kombination von ÖPNV und Fahrrad zu ermöglichen", schreiben die Linken weiter.

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