Für 14 junge Leute ist die Juleica in Sicht

Jugendleiter-Schulung für Jugendliche aus Weil der Stadt im Naturfreundehaus in Aidlingen

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Artikel vom 05. Juli 2019 - 18:18

WEIL DER STADT/AIDLINGEN (red). Das zweite Lehrgangswochenende der Jugendgruppenleiterschulung von Weil der Stadt im Naturfreundehaus Aidlingen war mit 14 Teilnehmern gut besucht. An den beiden Wochenenden lernten Jugendliche ab 15 Jahren anhand von theoretischen und vielen praktischen Einheiten, wie man eine Kinder- oder Jugendgruppe eigenverantwortlich leitet.

Die Themen des ersten Wochenendes - Jugendschutz/Aufsichtspflicht, Kommunikation, Erlebnispädagogik, Spielpädagogik und Rhetorik - wurden unter aktiver Mitarbeit der Jugendlichen erarbeitet. Planspiele, Rollenspiele und Gruppenarbeit wurden in den Einheiten praktiziert und umgesetzt. Am zweiten Wochenende kamen das Zuschusswesen, der Umgang mit schwierigen Jugendlichen, Rollen in einer Gruppe und Konfliktlösungen dazu.

Mit diesem Grundwissen planten die Jugendlichen dann in Kleingruppen selbstständig eine Jugendfreizeit von A bis Z und präsentierten diese am Ende des Lehrgangs im Plenum.

Nach Abschluss des zweiten Wochenendes und einem Erste-Hilfe-Kurs können die Teilnehmer die bundeseinheitliche Jugendleiter-Card (Juleica) beantragen. Mit dieser erhalten sie in vielen Städten und Gemeinden zahlreiche Vergünstigungen. Als Sahnehäubchen geht es einmal jährlich mit dem Kreisjugendring fast kostenfrei nach Rust in den Europapark. Auch die Bahncard 50 gibt es stark reduziert. "Bei einer Bewerbung kann die Juleica hilfreich sein. Viele Arbeitgeber legen Wert auf soziale Kompetenzen", schreibt Robert Koch vom Amt für Jugend und Soziales der Stadt Weil der Stadt.

Das Organisations- und Referententeam Meike Walka und Maximilian Frank (Verein für Jugendhilfe) und Robert Koch berichtet unisono: "Das Konzept ist schlüssig und bewährt, die Rückmeldungen der Teilnehmer waren sehr positiv und ein Bedarf bei den Jugendlichen ist auch vorhanden."

2020 gibt es wohl eine Neuauflage des Angebots. Dann eventuell in Kooperation mit einer anderen Gemeinde.