RSC und Schule kooperieren bei Integration

Sportangebot für Kinder aus Vorbereitungsklassen

Artikel vom 20. Februar 2019 - 14:30

RENNINGEN (red). Der Renninger Schwimm-Club (RSC) und die Friedrich-Schiller-Schule sind zum Schuljahr 2018/2019 eine Kooperation eingegangen, um durch Sport die Integration von Flüchtlingskindern zu fördern.

Der RSC hat eine Erfahrung im Umgang mit Flüchtlingen. Dies rührt auch daher, dass sich die bisherige Flüchtlingsunterkunft in Renningen in unmittelbarer Nachbarschaft zum RSC-Clubheim befand. "Am Anfang verständigt man sich mit den Kindern mit Händen und Füßen", berichtet Nicole Pfeiffer, Kinderturn-Übungsleiterin und Jugendleiterin. "Aber schon nach zwei Wochen klappt das auch auf Deutsch schon ganz gut." Mit dieser überaus positiven Erfahrung im Kopf und mit dem Ziel, mehr tun zu können, hat sie Kontakt aufgenommen zur Rektorin der Grund- und Werkrealschule, Melanie Diehm. Ihr Anliegen, eine derartige Kooperation einzugehen, fiel dort auf fruchtbaren Boden.

Ein Problem bei der Integration im schulischen Umfeld ist, dass die Deutschkenntnisse von Flüchtlingskindern häufig nicht ausreichen, um am regulären Unterricht teilzunehmen. Sie werden deshalb in Vorbereitungsklassen zusätzlich unterrichtet, um die Sprachbarrieren abzubauen. Genau hier setzt das Kooperationsmodell an: Bis zu 16 Kinder treiben gemeinsam Sport - darunter Flüchtlingskinder aus Vorbereitungsklassen. Kulturelle und soziale Unterschiede verblassen in diesem Umfeld. Ziel ist jedoch nicht nur, gemeinsam Sport zu treiben, sondern auch das Verständnis füreinander zu fördern und die jeweils anderen Kulturen kennenzulernen. Die RSC-Jugendleiterin möchte dies durch Spiele und Aktionen umsetzen. Ein Ausflug in die nähere Umgebung ist ebenfalls geplant.

Die Sportstunde findet donnerstags in der sechsten Stunde in der Rankbachhalle statt. Die Kinder werden vom Schulhof abgeholt, gemeinsam geht man in die Halle. Die Kooperation wird vom Württembergischen Landessportbund finanziell gefördert.

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