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Älteste Kunstwerke und Weltraumvisionen

Neues Semester der Kinderuni Weil der Stadt - Im November 100. Vorlesung

Artikel vom 22. Oktober 2018 - 17:30

WEIL DER STADT (frü). Die Höhlen der ältesten Steinzeitkunst, das Phänomen von krummen Geraden, Zukunftsvisionen zum Leben auf dem Mars, die Rätsel der schwarzen Löcher - spannende Themen und ein Jubiläum erwarten die kleinen Zuhörer im Winterse-mester der Kinderuni Weil der Stadt.

Hermann Faber, Vorsitzender der Kinderuni Weil der Stadt, ist begeistert über die geplanten Vorlesungen, die in der Aula des Schulzentrums in Weil der Stadt in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen stattfinden. Er freut sich besonders auf die 100. Vorlesung, die ausnahmsweise an einem Mittwoch sein wird, dem 21. November. Professor Dr. André Thess, Institutsleiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stuttgart, referiert zum Thema "Schöner wohnen auf dem Mars - Energieversorgung auf fernen Planeten". Dabei geht es um die Frage, ob die Menschheit eines Tages auf dem Mond oder dem Mars leben kann. Besonders wichtig ist die Frage der Energieversorgung und es ist interessant, ob das Nachdenken über diese Zukunftsvisionen auch bei den irdischen Energieproblemen helfen kann.

Als die Kinderuni Weil der Stadt erstmals im Wintersemester 2006 startete, war der Ansturm groß. Auch zwölf Jahre später sind die Vorlesungen beliebt und besucht. Das liegt an dem attraktiven und vielfältigen Programm.

Weit zurück in die Vergangenheit entführt Dr. Sybille Wolf von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen die Kinder in ihrem Vortrag über "Höhlen der ältesten Steinkunst auf der Schwäbischen Alb - das Weltkulturerbe vor unserer Haustür". Vor etwa 35 000 bis 40 000 Jahren lebten Menschen in den Höhlenfundstellen Vogelherd und Hohlenstein-Stadel im Lonetal sowie Geißenklösterle und Hohler Fels im Achtal bei Ulm. Sie hinterließen einzigartige Zeugnisse ihrer Kultur. Nirgends auf der Welt wurden bisher ältere Kunstwerke und Musikinstrumente gefunden.

Mathematisch wird es mit Prof. Dr. Carla Cederbaum ebenfalls von der Universität Tübingen (Fachbereich Mathematik), wenn sie über Geraden spricht. Ab und zu können die Geraden nämlich ganz schön krumm aussehen. Wann und warum das so ist und was krumme Geraden mit Geometrie, Weltkarten und Albert Einstein zu tun haben, erfahren die Zuhörer am Donnerstag, 15. November. Um die "Kollision von schwarzen Löchern - Schwingungen der Raumzeit" geht es in der letzten Vorlesung des Semesters in der Vorlesung von Prof. Dr. Wilhelm Kley, Lehrstuhlinhaber der Abteilung Computational Physics an der Universität Tübingen.

Wer neugierig geworden ist und mehr erfahren möchte, bestellt Karten im Internet oder kommt bis spätestens 17.30 Uhr in den Hörsaal im Schulzentrum Jahnstraße. Wie es sich für Studenten gehört, bekommt jeder einen Kinder-Uni-Schein. Zusätzlich zu den Vorlesungen bietet die Kinderuni auch Praxis-Seminare an, mehr dazu unter http://www.kinderuni-weil-der-stadt.de.

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