Kommentar: Zeichen setzen

Artikel vom 08. Oktober 2018 - 19:00

Von Matthias Weigert

Das katholische Kirchenjahr hat in Weil der Stadt mit der Lichterprozession eine Besonderheit. Und das ist gut so. Ein wichtiges Stück Geschichte, dass auch den nachfolgenden Generationen nicht verloren gehen sollte. Leider werden die Teilnehmer der Lichterprozession aber über die Jahre älter und weniger. Dabei ist das Ereignis nicht nur ein Rückblick, sondern drückt auch die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft aus, denn auch die Gegenwart ist in vielen Teilen der Welt kriegerisch und hat mit den Flüchtlingswellen auch Auswirkungen auf Deutschland. Die Angst vor Überfremdung treibt den Ewiggestrigen bereits wieder Wähler und die Straße wird Austragungsort der politischen Auseinandersetzung, die früher oder später mit Gewalt fortgesetzt wird.

Deshalb braucht es in diesem heißen Herbst viele Lichterprozessionen mit Menschen jeglichen Alters - nicht nur in Weil der Stadt - um den Ewiggestrigen mit friedlichen Mitteln die Stirn zu zeigen und den öffentlichen Raum mit brennenden Kerzen zu schmücken statt mit Brandreden und Hetzparolen die politische Stimmung aufzuheizen.