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Kunsthandwerkermarkt Weil der Stadt: Entspannt, bunt, vielfältig

Beim 33. Kunsthandwerkermarkt lockten über 80 Aussteller zahlreiche Besucher nach Weil der Stadt

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    Glaskünstlerin Heike Anselstetter ließ sich gerne bei der Arbeit zuschauen
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    Von A wie Alpakawolle bis W wie Windspiele: Vom Kino bis zum Klösterle-Parkplatz herrschte fröhliches Treiben auf der Weil der Städter Badtorstraße Fotos: Holger Schmidt

Artikel vom 03. Juni 2018 - 21:23

Von Holger Schmidt

WEIL DER STADT. Zeugnisse alter Handwerkskunst gibt es in der ehemaligen freien Reichsstadt Weil der Stadt eine ganze Menge. Lebendiges Handwerksschaffen in Hülle und Fülle - und das manchmal sogar live - präsentierte am Wochenende der 33. Kunsthandwerkermarkt. Über 80 Aussteller lockten zusammen mit herrlichem Sommerwetter jede Menge Besucher in die Badtorstraße von Kino und Klösterle-Parkplatz bis hin zur Stuttgarter Straße. Entspannt, bunt und vielfältig präsentierte sich das Angebot auch in diesem Jahr. Die Bandbreite reichte von A wie Alpakawolle über B wie Besen, Bürsten und Bumerangs bis hin zu W wie die faszinierenden Windspiele von Horst Büscher aus Lauda-Königshofen. Sie zogen auf der Wiese vor der Stadtmauer die Augen vieler Betrachter auf sich.

Besonders umlagert aber waren die immer wieder bei verschiedenen Ausstellern stattfindenden Live-Vorführungen. Ob Holz- und Steinbearbeitung oder Glasbläserei: Die Zuschauer staunten nicht schlecht, wie vor ihren Augen einmalige Unikate und künstlerische Kleinode Form und Gestalt annahmen.

Alle Sinne kamen bei strahlendem Sonnenschein auf ihre Kosten

Neben dem Augen, die sich an all den faszinierenden Formen und Farben kaum satt sehen konnten, kamen auch alle anderen Sinne voll auf ihre Kosten. Ordentlich was auf die Ohren gab's bei Gitarrenmusik und den Darbietungen der Kinderchöre der Chorvereinigung Weil der Stadt: Sie eröffneten die sehenswerten Kunstaktion "Draw to fly" am Sonntagvormittag. Die Nase wurde insbesondere von den herrlich duftenden Naturseifen von Cornelia Görlach aus Reutlingen angesprochen. Und natürlich kam auch der Gaumen angesichts von Holzofen-Dinneden und zünftigem Essen der ortsansässigen Metzgerei Heinkele nicht zu kurz. Den persönlichen Lieblingskaffee oder -tee dazu steuerte Andreas Terschawetz aus Grafenau mit seiner Rösterei "El Coffeino" bei.

Aber nicht nur für die großen, sondern auch für die kleinen Gäste gab es vieles zu entdecken. Bei der großen Spiel- und Bauaktion auf den Wiesen zwischen Kino und Klösterle-Parkplatz waren alle Kinder ab drei Jahren eingeladen, als Architekten und Gestalter tätig zu werden. So entstanden aus 1000 Bambusstäben mit Hilfe von 4000 Kabelbindern große plastische Formen wie Quader, Hütten, Tunnel und vieles mehr.

Ein weiterer Höhepunkt war der verkaufsoffene Sonntag. Auch hier lachte den Teilnehmern und dem veranstaltenden Gewerbeverein die Sonne entgegen. Geöffnet waren erstmals auch die Werkstätten der beiden Weil der Städterinnen Künstlerinnen Maike Schmitt und Brigitte Schweikert, die sich beim Anfertigen von Schmuck und Keramik sehr gerne über die Schulter schauen ließen.