Merklinger Rathaus wird bürgerfreundlich

Die Umbauarbeiten haben begonnen - Neue Räume im Erdgeschoss ermöglichen Barrierefreiheit

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    Das anno dazumal als Markthalle genutzte Erdgeschoss wird barrierefreies Bürgerbüro Fotos: red

Das Merklinger Rathaus öffnet sich in einem Jahr auch für Rollstuhl, Kinderwagen und Gehstock. Das Erdgeschoss wird ausgebaut und barrierefrei zugänglich. Die Arbeiten haben in diesen Tagen begonnen.

Artikel vom 08. November 2016 - 16:54

MERKLINGEN (red). Derzeit ist das Erdgeschoss eine Baustelle: Das Gebälk liegt frei, die Decke wurde entfernt, vereinzelt wurden später durch die Feuerwehr eingebaute Wände abgebrochen. "Jetzt muss der Statiker nochmals alles begutachten. Wir wussten ja nicht genau, in welchem Zustand sich die Holzkonstruktion befindet", erklärt Herbert Heister vom Stadtbauamt. Sicher ist allerdings: "Nichts von der historischen Substanz wird rausgenommen, sie wird nur ertüchtigt." Schließlich steht das Merklinger Rathaus unter Denkmalschutz. Damit man später auch noch möglichst viel von den jahrhundertealten Balken und Säulen sehen kann, werden die Büros nur mit Glasteilern voneinander getrennt sein.

"Das Erdgeschoss war früher einmal eine offene Markthalle, als das Haus 1601 erbaut wurde", weiß Herbert Heiser. "In diesen Zustand soll es wieder zurückversetzt werden, nur, dass die Außenmauern natürlich bleiben." Die beiden großen, massiven Tore zur Straße hin werden durch Fenster ersetzt.

Nach Abschluss der Arbeiten bekommen das Standesamt, das Friedhofsamt und das Ordnungsamt im Rathaus ihr neues Domizil. Somit schlägt die Stadt mehrere Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird das Platzproblem in den oberen Etagen gelöst, zum anderen das Thema Barrierefreiheit - einschließlich einer behindertenfreundlichen Toilette - endlich in Angriff genommen. Und nicht zuletzt: Der Brandschutz wird im Rathaus deutlich verbessert.

Auch Behindertenparkplätze

Die Planungen sehen zwei Zugänge zum ausgebauten Erdgeschoss vor. Auf der Gebäuderückseite, an der Mauer in Richtung der Kirchenburg, entsteht ein ebenerdiger barrierefreier Eingang. "Dort legen wir auch Behindertenparkplätze an. Und der Strahler, der das Rathaus im Dunkeln beleuchtet, kommt auch wieder an seinen angestammten Platz", erklärt Heiser. Der Vordereingang mit den Stufen bleibt dort, wo er ist. Wer das Merklinger Rathaus schon besucht hat, der kennt die recht steile Treppe in die oberen Geschosse. "Die wird erneuert und um etwa einen Meter nach hinten versetzt. Dann können die Bürger auch an ihr nach vorbeigehen", beruhigt Heiser.

Erste Beigeordnete Susanne Widmaier hat ihren Dienstsitz im Merklinger Rathaus und ist froh, dass es nun endlich losgeht mit den Umbauarbeiten. Die Verwaltung, speziell die Mitarbeiter im Bauamt, befassen sich bereits seit 2013 mit den Planungen. Im Sommer 2015 gab der Gemeinderat grünes Licht für das Vorhaben. "Ich denke, Fertigstellung ist bis November 2017", so Heiser.

Und noch etwas dürfte die Einwohner freuen: Sind die Arbeiten abgeschlossen, wird bei großen Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt die Toilette für die Besucher geöffnet.

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