Der Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg verpflichtet

Antrittsbesuch des neuen Vorsitzenden der Leonberger Kreisärzteschaft im Landratsamt

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    Dr. Timo Hurst (links) und Landrat Roland Bernhard Foto: red

Artikel vom 10. Mai 2019 - 17:00

LEONBERG/BÖBLINGEN (red). Landrat Roland Bernhard und der im Februar neu gewählte Vorsitzende des Vorstands der Leonberger Kreisärzteschaft Dr. Timo Hurst trafen sich am Mittwoch im Landratsamt Böblingen. Er vertritt die Interessen der Ärzteschaft aus dem Raum Leonberg. Inhalt des Arbeitsgesprächs war die Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg und damit verbunden die Zukunft des Leonberger Krankenhauses.

Landrat Roland Bernhard freute sich, dass die bisher gute Zusammenarbeit mit der Kreisärzteschaft in Leonberg unter der Führung von Dr. Hurst weiter intensiviert werde: "Wir setzen uns gemeinsam für eine starke Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg ein", betonte der Landrat. Und Dr. Timo Hurst wertet es als positives Signal, dass der Landkreis Böblingen 72 Millionen Euro in das Krankenhaus in Leonberg investiert

Beide waren sich einig, dass durch weitere medizinische Angebote um das Leonberger Krankenhaus eine nachhaltige Entwicklung des Standorts gelingen wird. Dabei sollen die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, aber auch der niedergelassenen Ärzteschaft berücksichtigt werden. Eine Kombination aus Prävention, Behandlung und Reha in direkter Nähe zum Krankenhaus sehen beide als Chance für die Entwicklung des Areals. Auch die psychiatrische Versorgung in Verbindung mit dem Neubau des Zentrums für Psychiatrie könne zur Stärkung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung beitragen.

Im Gespräch erläuterte der Landrat dem neu gewählten Vorstand das Medizinkonzept des Landkreises. "Herzstück ist dabei die standortübergreifende Zusammenarbeit der Fachgebiete der Kliniken im Klinikverbund Südwest", erklärt Landrat Bernhard. Künftig würden nicht mehr alle Leistungen an allen Standorten angeboten. Dies sei wegen steigender Qualitäts- und Mengenanforderungen auch gar nicht mehr möglich. Um dennoch ausreichend Patientinnen und Patienten für die Behandlung beim Klinikverbund zu gewinnen, spiele die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten eine wichtige Rolle. "Deshalb ist es uns wichtig, dass die Ärzteschaft unser Medizinkonzept kennt und unsere Bemühungen für eine wohnortnahe Versorgung der Menschen unterstützt", ergänzt Bernhard.

Gemeinsam mit Landkreisverwaltung und den Kliniken sollen künftig Strategien zum Erhalt und der Weiterentwicklung der ärztlichen Versorgung in den Gemeinden und Städten gefunden werden. Bei der Organisation des ärztlichen Not- und Bereitschaftsdiensts außerhalb der Sprechstundenzeiten sowie der Einrichtung von Not- beziehungsweise Bereitschaftsdienstpraxen an den Krankenhäusern ist die Kreisärzteschaft ebenfalls eng eingebunden.

Die Leonberger Kreisärzteschaft vertritt die beruflichen Interessen ihrer Mitglieder auch gegenüber der Politik und Verwaltung. Sie fördert die Zusammenarbeit und Koordination zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sowie weiteren Gesundheitseinrichtungen. Die Ärzteschaft organisiert Vorträge und zertifizierte Veranstaltungen der ärztlichen Fortbildung und ist zuständig für Kontrolle der Berufspflichten der Mitglieder.

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