Gute Nachricht für Langzeitarbeitslose

Bundestagsabgeordneter Marc Biadacz besucht Betreuungsverein FISH Leonberg

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    Beim Betreuungsverein FISH Leonberg e. V. zu Gast (von links): Finanzbürgermeister Ulrich Vonder-heid, Bundestagsabgeordneter Marc Biadacz (CDU) mit Robert Keller und Katja von Goetze-Siegle (beide FISH) sowie Frank Nothacker, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Böblingen Foto: red

Artikel vom 05. November 2018 - 15:30

LEONBERG (red). Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz war zu Gast beim Betreuungsverein FISH Leonberg, um über die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt und das geplante Teilhabechancengesetz der Bundesregierung zu sprechen

Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einem Gesetz, das die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt wesentlich verbessert, ganz zur Freude des Betreuungsvereins FISH in Leonberg. Bei seinem Besuch hat der Bundestagsabgeordnete Biadacz mit dem Geschäftsführer von FISH Leonberg, Robert Keller, über die Umsetzung der Pläne der Bundesregierung auf regionaler Ebene diskutiert. Ebenfalls dabei: Erster Bürgermeister der Stadt Leonberg, Dr. Ulrich Vonderheid, der Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Böblingen, Frank Nothacker, sowie Katja von Goetze-Siegle vom Verein FISH.

Der Name FISH steht für Fördern, Integrieren, Schulen und Helfen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu unterstützen und zu fördern. Beim Besuch des CDU-Abgeordneten stand vor allem der Bereich der Arbeitsmarktintegration im Fokus. Biadacz nutzte die Gelegenheit, um die neuen Möglichkeiten und Pläne der Bundesregierung vorzustellen. Robert Keller zeigte sich begeistert: "Seit Jahren warten wir als Betreuungsverein auf solch eine Möglichkeit, damit Menschen wieder eine Chance haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen."

Trotz der guten konjunkturellen Entwicklung und der rückläufigen Arbeitslosenzahl in den vergangenen Jahren gebe es nach wie vor etwa 830 000 Langzeitarbeitslose in Deutschland, die ohne besondere Unterstützung absehbar keine realistische Chance auf Aufnahme einer Beschäftigung haben. Der Bundestag berät daher aktuell das Teilhabechancengesetz, das speziell dieser Personengruppe wieder eine Perspektive zur Teilhabe am Arbeitsmarkt eröffnen soll.

Konkret sieht das Gesetz Änderungen an zwei Stellen im Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) vor: Mit dem Instrument "Teilhabe am Arbeitsmarkt" werden Langzeitarbeitslose gefördert, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens sieben Jahren SGB-II-Leistungen beziehen und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig erwerbstätig waren. Der Lohnkostenzuschuss beträgt in den ersten beiden Jahren des Arbeitsverhältnisses 100 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns und sinkt danach um zehn Prozentpunkte jährlich. Die Förderdauer beträgt bis zu fünf Jahre. Es wird also künftig Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert.

Um bereits früher Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, wird mit dem zweiten Instrument "Eingliederung von Langzeitarbeitslosen" eine schon bestehende Fördermöglichkeit von ALG-II-Beziehern geschärft. Ziel ist, Beschäftigte über eine zweijährige Förderung von 75 Prozent der Arbeitsentgelte im ersten Jahr beziehungsweise 50 Prozent im zweiten Jahr in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Ergänzend gilt für beide Gruppen, dass ihnen das Angebot an individueller Betreuung und Qualifizierung offen steht - also ein echtes Coaching.

Als Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales ist auch Marc Biadacz an den Beratungen zum Teilhabechancengesetz beteiligt: "Für wichtig erachte ich insbesondere die Einführung eines Coaching-Angebotes. Denn es ist sinnvoll, Menschen unter die Arme zu greifen, die mehrere Jahre arbeitslos waren, um sie bei der Organisation ihres Tagesablaufs zu unterstützen. Je länger die Suche nach Arbeit nämlich erfolglos bleibt, umso schwieriger wird es für die Betroffenen. Sie brauchen individuell angelegte Unterstützung, um neue Teilhabechancen zu bekommen. Hier setzt das Teilhabechancengesetz an, was ich sehr begrüße."

Der Bundestagsabgeordnete nutzte den Termin zudem, um zu erfahren, wo vor Ort der Schuh drückt. Ulrich Vonderheid berichtete von seinen Erfahrungen und betonte die Wichtigkeit eines sozialen Arbeitsmarktes. Ein gutes Beispiel hierfür sei die Reinigung des Leonberger Stadtparks. Auf seine Initiative hin wurden hier Arbeitsplätze für Benachteiligte geschaffen. Der Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Böblingen, Frank Nothacker, erläuterte, wie die Pläne der Bundesregierung auf regionaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden können. Katja Goetze-Siegle berichtet dem Abgeordneten, dass die Finanzierung der Betreuungsvereine gesichert werden muss. Am Ende des Besuchs sicherte Biadacz zu: "Ich werde diesen wichtigen regionalen Stimmen auf Bundesebene Gehör verschaffen."

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