Klinik wichtiger Pfeiler

Landrat und Bürgermeister reden über Zukunft des Krankenhauses

Artikel vom 11. Juli 2014 - 14:30

LEONBERG (red). Bei einem Treffen im Leonberger Krankenhaus haben sich laut Pressemitteilung Landrat Roland Bernhard und die Bürgermeister der Kommunen, die ehemals zum Landkreis Leonberg gehörten und heute im Enzkreis und Kreis Ludwigsburg liegen, zur Zukunft der Klinik ausgetauscht. Auf Einladung des Böblinger Landrats wurde den Bürgermeistern die im Kreistag beschlossene Medizinkonzeption erläutert und die Situation der Leonberger Klinik diskutiert. Vereinbart wurde laut Bernhard, den Dialog nicht abreißen zu lassen.

"Wir hatten einen konstruktiven und offenen Austausch über die Situation der Krankenhäuser in der Region, im Kreis und speziell des Leonberger Hauses", so der Landrat nach dem Treffen. Es bleibe das gemeinsame Ziel, das Leonberger Krankenhaus auch für alle Menschen im Raum Leonberg stark zu halten. Wichtig sei, dass die Patienten ihr Krankenhaus nutzen. Das sei das beste Mittel, um es zu stärken.

Der Einzugsbereich für das Leonberger Klinik sei mit 180000 Einwohnern groß und damit auch die Chance, viele Patienten zu gewinnen. Rund 3000 Patienten jährlich kämen aus Ditzingen, Friolzheim, Gerlingen, Heimsheim, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Mönsheim und Wimsheim ins Leonberger Krankenhaus.

"Die Menschen orientierten sich bei der Auswahl ihres Krankenhauses nicht an Kreisgrenzen", weiß Bernhard. Deshalb sei das Gespräch mit den Vertretern der acht Städte und Gemeinden auch wichtig, um über die Entwicklungen im Klinikverbund Südwest zu informieren. Geplant ist, im Leonberger Krankenhaus alle Leistungen der heutigen Basisversorgung zu erhalten und durch Bildung von Fachzentren die Zusammenarbeit aller Häuser des Klinikverbundes Südwest zu stärken. Derzeit arbeitet die Geschäftsführung des Verbundes an den Details des Medizinkonzeptes, das bis 2020 umgesetzt werden soll.

Am 5. Mai hatte der Böblinger Kreistag ein Rahmenbeschluss für ein Medizinkonzept des Klinikverbundes gefasst, zu dem die Krankenhäuser in Böblingen, Herrenberg, Leonberg, Sindelfingen, Calw und Nagold gehören. Dieses sieht neben der verstärkten Zusammenarbeit der Häuser vor, die beiden bisher getrennten Betriebsstätten in Böblingen und Sindelfingen in einem Neubau zusammenzuführen.

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