Klinik-Debatte: Robert-Bosch-Klinik macht Rückzieher

Leonberg

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Artikel vom 10. Mai 2014 - 08:23

KREIS BÖBLINGEN (mis). Für viele war es der Hoffnungsschimmer, manche haben es in der emotionalen Klinik-Debatte der vergangenen Wochen sogar zum Rettungsanker hochstilisiert: das Interesse der Stuttgarter Robert-Bosch-Klinik an einer Kooperation mit dem Leonberger Krankenhaus. Jetzt kommt die Absage aus Stuttgart.

Bevor aus den vagen Gedankenspielen jemals konkrete Überlegungen wurden, platzten die Wunschträume aus dem Nordkreis. Ulrich Hipp, Geschäftsführer der Bosch-Klinik, hat sich von einem Engagement seines Hauses in Leonberg verabschiedet. Nachdem der Kreistag am Montag mit großer Mehrheit ein medizinisches Konzept für den Klinikbereich beschlossen hat, sieht er keine Basis mehr für eine Beteiligung eines privaten Anbieters an dem Leonberger Haus. Man akzeptiere die Entscheidung des Kreistages, hieß es gestern bei der von einer Stiftung geführten Robert-Bosch-Klinik, die auch noch die Charlottenklinik und das Krankenhaus auf der Schillerhöhe betreibt.

   Die Absage bedeutet eine herbe Schlappe für Leonbergs Oberbürgermeister Bernhard Schuler, der die Idee einer solchen Kooperation eingebracht hatte, nachdem im Nordkreis Protest gegen die Klinikpläne des Landkreises laut wurde.

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