KSC kassiert zweite Niederlage in Serie: 2:4 gegen HSV

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    Der Hamburger Sonny Kittel (r) erzielt den Treffer zum 0:2. Der Karlsruher Torwart Benjamin Uphoff kann den Ball nicht halten. Foto: Uli Deck

Artikel vom 25. August 2019 - 15:51

Karlsruhe (dpa/lsw) - Dem Karlsruher SC ist trotz einer starken Schlussphase die Revanche am Hamburger SV für die bittere Relegations-Pleite 2015 misslungen. Im ersten Aufeinandertreffen beider Clubs seit dem verpassten KSC-Aufstieg vor vier Jahren unterlagen die Badener dem Aufstiegsfavoriten der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag mit 2:4 (0:2). Die Tore für den abgezockteren HSV erzielten Stürmer Lukas Hinterseer (16. Minute) per Foulelfmeter, Sonny Kittel (34./67.) und Jairo Samperio (90.+1). Daniel Gordon (76.) und Philipp Hofmann (88.) machten es zwar in der Schlussphase noch mal spannend, das Aufbäumen kam aber zu spät. Während die Hamburger damit wieder die Tabellenspitze übernahmen, rutschte der Aufsteiger nach der zweiten Niederlage nacheinander ins obere Mittelfeld der Tabelle ab. Nach dem Seitenwechsel drängte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz zwar auf den Anschlusstreffer, aber der HSV schlug meist zur richtigen Zeit zu. Erst schien Kittel mit seinem herrlichen Schlenzer zum 3:0 alle Hoffnungen des KSC beendet zu haben. Dann aber köpfte Gordon nach einer Ecke von Marvin Wanitzek noch das 1:3. Rund zehn Minuten später schob Hofmann sogar zum 2:3 ein. Doch dann sorgte Jairo Samperio kurz vor Schluss für den Sieg der Gäste. Der Treffer stand sinnbildlich für den Spielverlauf: Karlsruhe versuchte viel und spielte engagiert, die Gäste allerdings agierten deutlich effektiver im Abschluss. Im Stile eines Aufsteigers nutzte der HSV fast jede seiner Gelegenheiten eiskalt aus. In Sachen Spielwertung könnte es aber noch ein Nachspiel geben. Denn HSV-Coach Dieter Hecking ließ erneut den Flügelstürmer Bakery Jatta von Beginn an auflaufen. Bei dem Gambier soll es Zweifel an der Identität geben, weshalb sich der KSC einen Protest gegen die Spielwertung vor der Partie offen gelassen hatte. Am Montag wolle man sich diesbezüglich beraten, hatte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Sportlich dagegen waren die Gastgeber den Hamburgern teils klar unterlegen. Zwar ließ Schwartz seine Mannschaft durchaus offensiv agieren, die HSV-Defensive stand aber weitgehend sicher - bis auf die Schlussphase, in welcher der KSC es zumindest kurzzeitig noch mal spannend machte.